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Vernehmlassung 2005/43: Weiterentwicklung der Agrarpolitik (Agrarpolitik 2011) · 370 Seiten
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Allgemeiner Teil
Abbildung 33 Entwicklung der Preisdifferenzen zur EU
5 00050
48.9 4 50045
46.1 4 000 40.040
3 50035
3 00030
2 50025
3 553 Differenz absolut 2 00020
Differenz relativ 1 500 2 54515
1 00010
1 803 5005
00
1990/92 2001/032009
Quelle: BLW, BFS, SBV, SNB
Der zusätzliche WTO-bedingte Abbau des Grenzschutzes bis 2013 wird den Abstand weiter verringern. Eine Differenz wird aber auch nach der vollständigen Umsetzung der WTO-Verpflichtungen verbleiben.
1.8 Perspektiven nach der Umsetzung der AP 2011
Die zentrale Leitplanke für die Weiterentwicklung der Agrarpolitik nach der AP 2011 wird weiterhin der Landwirtschaftsartikel in der Bundesverfassung sein. Auch das Gebot einer sozialverträglichen Entwicklung in der Landwirtschaft und das Leitbild für die Schweizer Agrarwirtschaft werden ihre Gültigkeit behalten. Die Herausforderungen für die Schweizer Landwirtschaft werden voraussichtlich vor allem aussenwirtschaftlicher Natur sein. Die Rahmenbedingungen müssen so weiterentwickelt werden, dass die Landwirtschaft die gemeinwirtschaftlichen Leistungen auch bei offeneren Märkten erbringt.
Nach dem Inkrafttreten der AP 2011 wird die Marktöffnung im Zuge der Umsetzung der Ergebnisse der laufenden WTO-Runde weiter gehen. Eine zweite wichtige Determinante für die Entwicklung des Grenzschutzes für Landwirtschaftsprodukte dürften die Freihandelsabkommen werden, die weltweit vermehrt zwischen verschiedenen Wirtschaftsräumen ausgehandelt werden. Je mehr insbesondere die EU derartige Abkommen mit Drittstaaten abschliesst, desto notwendiger wird es, dass auch die Schweiz nachzieht. Dies im Interesse ihrer exportorientierten Wirtschaftszweige, die nur so gleich lange Spiesse beim Marktzutritt zu Drittstaaten erhalten. Als Gegenleistung für einen besseren Marktzutritt beispielsweise für den Schweizer Dienstleistungssektor dürften auch Konzessionen im Landwirtschaftsbereich gefordert werden. Wenn solche Abkommen zustande kommen, ist es wahrscheinlich, dass der Druck auf das Produzentenpreisniveau weiter wächst.
Der Gruppe der 49 ärmsten Entwicklungsländer soll bis etwa 2008 entsprechend gleichartigen Massnahmen der EU und anderer Länder der zollfreie Zugang für alle ihre Agrarprodukte gewährt werden. Auch diese einseitige, entwicklungspolitisch