Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2006/124: Änderung der Tierseuchenverordnung: Bovine-Virus-Diarrhoe und Blauzungenkrankheit · 4 Seiten
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Zum Ausrottungsprogramm selbst werden zahlreiche Einzelanträge gestellt. 11 bäuerliche Organisationen fordern, dass tragende Rinder während der Initialphase (SVV) oder während der Sekundärphase weiterhin in Verkehrgebracht werden dürfen, wenn vor der Belegung der eindeutige Nachweis erbracht worden ist, dass das Tier Antikörper gegen BVD-Viren aufweist (SVV, SRP, SBVZ, SBV, AGORA, AGRIDEA, BOVES, ASR, SFZV, SVMAH, Sbeef).
Die Ausnahmeregelung bei Absonderung von Kühen vor der Geburt wird von vielen bäuerlichen Organisationen begrüsst (SVV, SRP, SBVZ, SBV, AGRIDEA, BOVES, ASR, SFZV, SVAMH, Sbeef) andererseits von der Mehrheit der Kantone und der kantonalen Veterinärämter abgelehnt (ZH, LU, UR, SZ, OW, NW, ZG, GL, BS, SG, GR, TG NE, JU, KTUK, KTJU, VSKTOS, SKMV). Es wird angeregt die Ausnahmen von den Sperren in einer technischen Weisung zu regeln (ZH, AR, AI, GR, TG, VSKTOS, BBV).
Es muss sichergestellt werden, dass während der Sekundärphase auch jene Kälber
untersucht werden, die tot geboren werden oder sterben, bevor sie markiert werden (LU, UR, SZ, OW, NW, ZG, ZH, GL, GR, TG, KTFR, KTUR VSKTOS).
Die Möglichkeit der Untersuchung von Ohrstanzproben wird von bäuerlichen Organisationen begrüsst, allerdings sollen den Tierhaltern für die speziellen Ohrmarken und Zangen keine zusätzlichen Kosten entstehen (NE, SBV, AGRIDEA, SRP, SBVZ, BOVES, ASR, SFZV, SVAMH, Sbeef).
Um einer uneinheitlichen kantonalen Entschädigungsregelung vorzubeugen, wird gefordert, dass eine Umtriebsentschädigung von Fr. 300.- vorgeschrieben oder zumindest festgehalten wird, dass die Kantone die Entschädigung zu regeln haben (ZH, GL, AR, AI, GR, TG, JU, KT JU, AGORA, SVV, SBVZ, ASR, SFZV, SVAMH, SRP, SBV, AGRIDEA, Sbeef). Vereinzelt werden auch
höhere Entschädigungen gefordert (FR, KTFR, BBV, SVAMH).
2. Blauzungenkrankheit
Die Bestimmungen zur Blauzungenkrankheit werden grundsätzlich begrüsst. Ein Angleichen der Massnahmen an jene der EU wird gefordert (SBV, SZV, SVV, BOVES, ASR, SFZV, SVMAH, SZZV, AGORA, SBVZ, GaSui). Insbesondere sollen nicht alle verseuchten Bestände ausgemerzt werden müssen (SO, BL, TI, KTBL, SZZV, SBV, AGORA; AGRIDEA, SZV, Caprovis, SVV, BOVES, ASR, SFZV, SVMAH, SBVZ, BOVES, ASR, SFZV). Zudem werden Probleme bezüglich der ‚mückensicheren’ Aufstallung von Tieren aufgezeigt (ZH, GL, GR, SG, TG, SO, BL, TI, KTBL, KTBE, VSKTOS, SBV, SZV, Caprovis, SBVZ, BOVES, ASR, SFZV, SVAMH, SKMV) und es wird gefordert, dass vom Bundesamt technischen Weisungen über die anzuwendenden Methoden der umweltschonenden, lebensmittelkonformen und wirksamen Mückenbekämpfung erlassen werden (ZH, BE, GL, SH, AR, AI, SG, GR, AG, TG, KTBE, VSKTOS, SBV, SZV).
Das BVET soll ein gesamtschweizerisches Mückenüberwachungsprogramm durchführen (ZH, GL, SG, GR, TG, TI, KTFR, VSKTOS, VSKT) und alternative Bekämpfungskonzepte, beispielsweise die Impfung, prüfen (TI, SBVZ, BOVES, ASR, SFZV). Die Massnahmen in der Schutzzone bezüglich Tierverkehr sollen von den allgemeinen Vorgaben bei hochansteckenden Tierseuchen abweichen können (ZH, GL, GR, TG, VSKTOS) und ein Verbot des Verbringens von Samen, Eizellen und Embryonen aus der Schutz- und Überwachungszone soll erst erlassen werden, wenn einwandfrei nachgewiesen ist, dass das Bluetongue-Virus auf diesem Weg übertragen werden kann (SBVZ, BOVES, ASR, SFZV, SVAMH). Die Aufhebung der Sperrmassnahmen in der Überwachungszone sollen regional den klimatischen Bedingungen angepasst erfolgen (TG, SZZV, SBV, AGRIDEA, SZV, SVV).
3. Deregulierung
Die Aufhebung des Plangenehmigungsverfahrens bei der Bewilligung für Besamungsstationen, Schlachtanlagen und Anlagen zur Entsorgung tierischer Nebenprodukte wird von 10 Kantonen (BE, UR, SZ, OW, ZG, SO, BL, AI, VS, GE), 2 kantonalen Veterinärämtern (KTJU, KTBL) und 6 Organisationen begrüsst (AGRORA, SWIGEN, SBV, SVW, SFF,