Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2007/75: Nationales Programm Ernährung und Bewegung 2008-2012 (NPEB 2008-2012) · 10 Seiten
Fedlex · Erläuternder Bericht · Seite 3Fedlex · Erläuternder Bericht
Vorwort
Ausgewogene Ernährung und ausreichende Bewegung sind wesentliche Faktoren für die Gesundheit der Schweizer Bevölkerung. In den letzten Jahren hat die Thematik aus verschiedenen Gründen an Bedeutung gewonnen. Zum einen gab es einen enormen Wissenszuwachs über die Zusammenhänge zwischen nichtübertragbaren Krankheiten und der Bedeutung der mit Ernährung und Bewegung verbundenen Risikofaktoren. Damit wurde auch immer deutlicher erkennbar, welches Präventionspotential diesbezüglich vorhanden ist.
Ein anderer wichtiger Grund ist die weltweit und auch in der Schweiz besorgniserregende Zunahme an übergewichtigen und adipösen (fettleibigen) Menschen. Obwohl dieses Phänomen noch nicht ausreichend erforscht ist, steht heute fest, dass der Schlüssel in der Verbesserung der Energiebilanz und damit bei den dafür verantwortlichen Faktoren Ernährung und Bewegung liegt.
Im Bereich Ernährung und Bewegung besteht die Möglichkeit, starke Akzente auf freiwillige, fördernde und genussvolle Ansätze zu setzen. Es stellt sich zugleich die Frage, welche Verantwortung den öffentlichen und den staatlichen Organisationen zukommt.
In der von der Weltgesundheitsorganisation verabschiedeten „Globalen Strategie für Ernährung, Bewegung und Gesundheit“ (2004) und der „Europäischen Charta zur Bekämpfung der Adipositas“ (2006) wird festgehalten, dass sich dieses Phänomen infolge von sozio-ökonomischen und -kulturellen Veränderungen ausgeweitet hat, und dass heute deshalb Massnahmen in verschiedenen Bereichen der Gesellschaft zu dessen Eindämmung notwendig sind.
Das vorliegende Programm Ernährung, Bewegung und Gesundheit 2008–2012 ist im Auftrag des Bundesrates erstellt worden. Es definiert die langfristigen Ziele und prioritären Handlungsfelder für das Vorgehen auf nationaler Ebene und bildet die Grundlage für die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure. Bei der Erarbeitung des NPEB haben eine Vielzahl von wichtigen Partnern mitgewirkt (Bund, Kantone, Wissenschaft, Industrie, Nicht-Regierungsorganisationen). Besonders eng arbeitete das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mit dem Bundesamt für Sport (BASPO) und der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz zusammen.
Das NPEB basiert auf den erfolgreichen Erfahrungen von Partnern im Bereich Ernährung, Bewegung und Gesundheit im In- und Ausland. Die Zusammenarbeit zwischen den massgeblichen Akteuren wird denn auch ein wesentlicher Erfolgsfaktor bei der Umsetzung dieses Programms sein.
Wir danken allen an der Programmausarbeitung Beteiligten für ihr grosses Engagement und freuen uns auf die gemeinsame Umsetzung.
Prof. Thomas Zeltner Matthias Remund Joachim Eder
Direktor Bundesamt für Gesundheit BAG Direktor Bundesamt für Sport BASPO Stiftungspräsident Gesundheitsförderung Schweiz
Markus Dürr
Präsident Schweiz. Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen & -direktoren GDK NPEB 2008–2012 (27.09.2007)