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Vernehmlassung 2007/75: Nationales Programm Ernährung und Bewegung 2008-2012 (NPEB 2008-2012) · 69 Seiten

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Hier wäre in erster Linie die seit 80 Jahren in der Schweiz praktizierte Kochsalziodierung zu nennen, ohne die eine genügende Jodversorgung nicht erreicht werden könnte (Eichholzer et al., 2005).

Bewegungs- und Sport- Bereits seit den siebziger Jahren fördert der Bund mit seinem Förderwerk förderung Jugend & Sport die Entwicklung der Jugend und die Volksgesundheit indem

er die Sportvereine und -verbände in ihren Breitensportaktivitäten unterstützt. Der Sportunterricht in den (Berufs-)Schulen ist obligatorisch. Das „Konzept für eine Sportpolitik in der Schweiz“ wurde 2000 vom Bundesrat verabschiedet, um die Bewegungskultur und den Sport in der Schweiz zu fördern.

Mit Teilfinanzierungen von Fitness- und Sportangeboten bilden auch Krankenversicherer einen Anreiz für die Bewegungsförderung.

Sportpolitik Ziele der Sportpolitik sind dabei unter anderem, den Anteil der bewegungs-

aktiven Bevölkerung kontinuierlich zu erhöhen und die Bildungsmöglichkeiten im Sport gezielter zu nutzen (BASPO, 2000). Verschiedene Massnahmen sind auf der Grundlage des sportpolitischen Konzepts entstanden, wie die Schaffung von lokalen Bewegungs- und Sportnetzen und die Förderung von „Human Powered Mobility“-Projekten.

Kantonsaktivitäten Mehrere Kantone arbeiten an einer kantonalen Gesundheitspolitik, welche

die Aspekte gesunde Ernährung und Bewegung berücksichtigen. Je nach Kanton sind die Programme unterschiedlich weit entwickelt und beinhalten bereits heute eine grosse Auswahl von Aktivitäten.

In den Umsetzungen fokussieren sie dabei vor allem auf Kinder und Jugendliche im Vor- und Schulalter.

Allianz der Nicht- Unter der Leitung von CardioVascSuisse wurde ein umfassendes Pro-Regierungsorganisatio- gramm zur Bekämpfung der Herz-Kreislaufkrankheiten in der Schweiz erarnen (NGOs) beitet (CardioVascSuisse, 2005). In einer partnerschaftlichen Allianz von

CardioVascSuisse mit weiteren Fachorganisationen wird eine kohärente sektorenübergreifende NGO-Politik zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für eine gesunde Ernährung und mehr Bewegung entwickelt.

Netzwerke Verschiedene weitere Zusammenschlüsse von diversen Organisationen

oder auch Gründungen von unterschiedlichen Gruppierungen in der

Schweiz tragen dazu bei, der Problematik von Übergewicht entgegenzutreten. Hierzu seien als Beispiele die beiden 1999 gegründeten Netzwerke „Ernährung und Gesundheit“ (www.nutrinet.ch) und „Gesundheit und Bewegung Schweiz“ (hepa.ch) erwähnt. Das Ziel der beiden nationalen Netzwerke ist die Koordination und Förderung des Austauschs zwischen den verschiedenen Organisationen im Ernährungs- bzw. Bewegungsbereich.

3.3 Politische Entwicklung

Parlamentarische In den letzten Jahren wurden 28 parlamentarische Vorstösse im Bereich Vorstösse Übergewichtsprävention, Förderung ausgewogener Ernährung und ausrei-

chend Bewegung eingereicht (siehe Anhang III). Die steigende Anzahl der Vorstösse in den letzten Jahren deutet auf die zunehmende politische Sensibilisierung für diese Themen in der Schweiz hin. Die Diskussion über verschiedene Massnahmen wurde durch Vorstösse gefördert.

NPEB 2008–2012 (27.9.2007)