Vorlage
Vernehmlassung 2007/75: Nationales Programm Ernährung und Bewegung 2008-2012 (NPEB 2008-2012) · 69 Seiten
Fedlex · Vorlage · Seite 29Fedlex · Vorlage
3 Stand der Gesundheitsförderung und Prävention auf den Gebieten Ernährung, Bewegung, gesundes Körpergewicht in der Schweiz
3.1 Internationale Aktivitäten
Zusammenarbeit mit Die Schweiz hat sich bei den internationalen Strategieentwicklungen der WHO WHO und der WHO Europa aktiv beteiligt. Es betrifft dies im Besonderen
die „Europäische Strategie für die Prävention und Kontrolle nicht-
übertragbarer Krankheiten“ (WHO, 2006c), die „Globale Strategie für Ernährung, Bewegung und Gesundheit“ (WHO, 2004a) und die „Europäische Charta zur Bekämpfung der Adipositas“ (WHO, 2006b). Die Schweiz hat auch den Ersten Europäischen Aktionsplan über Lebensmittel- und Ernährungspolicy (2001) in eine nationale Ernährungspolicy umgesetzt und arbeitet an der Entwicklung und Umsetzung des Zweiten Europäischen Aktionsplans (WHO, 2007, in Vorbereitung) mit. Sie beteiligt sich zudem regelmässig an den Sitzungen zum Codex Alimentarius (Sammlung internationaler Lebensmittelstandards von WHO/FAO), um die Anliegen der Ernährungsinformation in der Gesetzgebung zum Durchbruch zu verhelfen.
HEPA Europe Die Schweiz unterstützt aktiv HEPA Europe, das Europäische Netzwerk für
gesundheitswirksame Bewegung (www.euro.who.int/hepa). Dieses hat das Ziel, zur Entwicklung und Einführung politischer und strategischer Maßnahmen für mehr gesundheitsförderliche Bewegung beizutragen.
3.2 Laufende Aktivitäten
Nationale Präventions- Im Rahmen der nationalen Präventionsprogramme des Bundesamtes für programme Gesundheit wurden die beiden nationalen Programme Alkohol und Tabak
entwickelt. Eine Koordination mit diesen Programmen wird sichergestellt, da Alkohol und Tabak zu den wichtigsten Risikofaktoren für nicht-übertragbare Erkrankungen gehören.
Ernährungspolicy Die Grundlagen zur Entwicklung einer nationalen Ernährungspolicy sind im 2001-2005 Rahmen der WHO an verschiedenen internationalen Konferenzen ausgear-
beitet worden. Eine Arbeitsgruppe der Eidgenössischen Ernährungskommission entwickelte aus den Resultaten des Dritten (Stähelin et al., 1991) und Vierten Schweizerischen Ernährungsberichtes (Keller et al., 1998) eine Schweizerische Ernährungspolicy („Aktionsplan Ernährung und Gesundheit 2001“) für die Jahre 2001 – 2005 mit dem Hauptziel der Förderung des gesunden Körpergewichts (BAG, 2001). Auf dieser Grundlage konnten erste Prozesse zur Verringerung des Übergewichtes und zur Prävention von damit verbundenen Krankheiten in der Schweiz und in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnerorganisationen eingeleitet werden. Auf dieser Basis hat auch die Nahrungsmittelindustrie begonnen, Aktivitäten zu planen und umzusetzen, u.a. auf den Gebieten Reformulierung und Deklaration von Produkten, sowie freiwillige Werbeeinschränkungen.
NPEB 2008–2012 (27.9.2007)