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Vernehmlassung 2007/75: Nationales Programm Ernährung und Bewegung 2008-2012 (NPEB 2008-2012) · 69 Seiten
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2.5.2 Gesundheitsförderung und Präventionsebenen
Gesundheitsförderung Unter Gesundheitsförderung wird der Prozess verstanden, die Menschen
und die Gemeinschaft zu befähigen, ihre Kontrolle über die gesundheitsbeeinflussenden Faktoren zu erhöhen und damit ihre Gesundheit zu verbessern.
Zudem umfasst das Konzept der Gesundheitsförderung sowohl die gezielte Unterstützung von Lebensweisen als auch die Verbesserung von Lebensbedingungen, welche die Gesundheit mitbestimmen (BAG, 2004b).
Prävention Prävention ist der Oberbegriff für alle Massnahmen, die zur Reduktion des
Auftretens, der Ausbreitung und der negativen Auswirkungen von Krankheiten oder Gesundheitsstörungen beitragen. Folgende Formen der Prävention können unterschieden werden (BAG, 2004b):
Primärprävention: Gezielte Massnahmen zur Reduzierung des Neuauftretens einer Krankheit oder eines Gesundheitsproblems. Die Massnahmen zielen ab auf die Verringerung bzw. Schwächung von Risikofaktoren und auf die Stärkung von Schutzfaktoren.
Sekundärprävention: Gezielte Massnahmen zur Früherkennung und Frühintervention bei Personen und Gruppen mit bekannten Risikofaktoren für Krankheiten oder Störungen oder mit bereits erkennbaren Symptomen.
Tertiärprävention: Gezielte Massnahmen zur Verhinderung von weiteren Schädigungen aufgrund des Bestehens einer bestimmten Krankheit.
2.5.3 Lebensphasen
Interventionen nach Menschen durchlaufen in ihrem Leben mehrere Lebensphasen. Je nach Lebensphasen Phase stehen andere Lebensumgebungen (Settings) und Sozialisationsfak-
toren im Vordergrund. Einstellungen, Motivationen und Bedürfnisse sind unterschiedlich. Entsprechend stellen sich andere Vorgaben für allfällige Interventionen. Massnahmen der Gesundheitsförderung, die sich an den Lebensphasen orientieren, sind erwiesenermassen nachhaltiger (Trojan und Legewie, 2001).
2.5.4 Spezifische Settings und Zielgruppen
Settingansatz In der Prävention und Gesundheitsförderung hat sich der Settingansatz be-
währt. Die Menschen werden im Lebensalltag betrachtet. Die Fokussierung auf definierte Räume ermöglicht adäquate Zugangswege und eine bessere Nutzung der Ressourcen (Altgeld und Kolip, 2004). Individuen können verschiedenen Settings angehören und werden von ihnen beeinflusst. Für das Ergreifen der Massnahmen zu Ernährung und Bewegung eignen sich primär folgende Settings (siehe auch Kapitel 9):
Familie Ess- und Bewegungsgewohnheiten werden in den Familien geprägt. Des-
halb ist der Einbezug der Familien in die Massnahmen der Zielgruppe Kinder und Jugendliche besonders wichtig.
Das Bewegungs- und Ernährungsverhalten in der Kindheit und Jugend ist prägend für die späteren Lebensphasen.
NPEB 2008–2012 (27.9.2007)