Vorlage

Vernehmlassung 2007/76: Nationales Programm Alkohol 2008 - 2012 (NPA) · 64 Seiten

Fedlex · Vorlage · Seite 35Fedlex · Vorlage

5.2 Strategische Stossrichtungen in den Handlungsfeldern des NPA

Im Folgenden werden die zehn Handlungsfelder der schweizerischen Alkoholpolitik und ihre strategischen Stossrichtungen dargestellt.

Strategische Die Strategie bezeichnet für jedes Handlungsfeld die Stossrichtung der ge-Stossrichtung wollten Veränderungen und steckt somit den Handlungsrahmen der künfti-

gen Alkoholpolitik und des NPA ab. Die strategischen Vorsätze sind aus einer systematischen Gegenüberstellung der gesetzten Ziele mit den heutigen Gegebenheiten (Ist-Soll-Analyse) entsprungen und beanspruchen einen mittelfristigen Zeithorizont.

Massnahmenvorschläge Bei der Erarbeitung des NPA wurde mit den beteiligten Partnern eine Viel-

zahl von möglichen Massnahmen diskutiert. Daraus wurden insgesamt 34 Massnahmenvorschläge entwickelt, die im Dokument „Übersicht Massnahmenvorschläge“ aufgelistet sind. Sie sollen in den verschiedenen Handlungsfeldern zur Erreichung der NPA- Ziele beitragen.

Die Massnahmenvorschläge orientieren sich am aktuellen Wissensstand, den Empfehlungen der WHO und positiven Erfahrungen im In- und Ausland

5.2.1 Gesundheitsschutz, Gesundheitsförderung und Früherkennung

Gegenstand Das Handlungsfeld „Gesundheitsschutz, Gesundheitsförderung und Früher-

kennung“ umfasst alle Bestrebungen, im Bereich Alkohol landesweit eine möglichst wirksame Verhaltensprävention (inkl. Früherkennung) zu betreiben und die Alkoholprävention mit der allgemeinen Gesundheitsförderung und Suchtprävention zu verbinden.

Strategische In diesem Handlungsfeld zielt die Strategie des NPA auf die folgenden Ver-Stossrichtungen

änderungen hin:

 Die Früherkennung von individuellen alkoholbedingten Gefährdungen ist in den verschiedenen Kontexten des gesellschaftlichen Lebens zu stärken und rechtzeitiges Intervenieren muss gefördert werden.

 Bezugs-, Betreuungs- und Fachpersonen müssen entsprechend sensibilisiert und zu Früherkennung und geeigneten Interventionen befähigt werden.

 Früherkennung und Frühinterventionen sind vermehrt auf die spezifischen Alkoholkonsummuster und entsprechenden Zielgruppen auszurichten.

Kommentar Der Handlungsakzent liegt im Bereich der individuellen und problemorien-

tierten Früherkennung und Frühintervention, die in der Verhaltensprävention gegenüber den traditionellen breiten Informations- und Sensibilisierungskampagnen gestärkt werden müssen. Zur Bereitstellung der für diese Akzentverschiebung nötigen Ressourcen sollen die Kräfte in der allgemeinen Präventionsarbeit möglichst gebündelt werden.

NPA 2008 – 2012