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Vernehmlassung 2007/76: Nationales Programm Alkohol 2008 - 2012 (NPA) · 64 Seiten

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 Gewisse Einschränkungen bezüglich der Erhältlichkeit von Alkohol „rund

um die Uhr“ sind zur Eindämmung problematischer Konsumformen zu prüfen. Dies kann auch die Preis- und Steuergestaltung beinhalten.

 Sicherheit und Wohlbefinden an Massenveranstaltungen werden durch

geeignete Vorschriften der Marktregulierung (Einschränkungen des Alkoholausschanks z.B. in Stadien) erhöht. Die Einschränkung des Sponsorings von Sportveranstaltungen durch die Alkoholindustrie sowie die Werbung für alkoholische Getränke im Umfeld des Sports sind zu prüfen.

 Detailhandel, Gastronomiebetriebe und Getränkeproduzenten gehen

freiwillige Vereinbarungen ein, das Angebot alkoholfreier Getränke attraktiver zu gestalten und das Image dieser Getränke zu verbessern, unter anderem durch günstige Preisgestaltung.

 Alkoholfreie Biere sollen in Aufmachung, Verpackung und Werbung von

alkoholhaltigen klar unterscheidbar sein. Alkoholhaltige Getränke müssen klar als solche deklariert werden – insbesondere alkoholhaltige süsse Mischgetränke sollen sich in der Aufmachung klar von Softdrinks unterscheiden.

Kommentar Der Fokus im Jugendschutz ist vor allem auf eine konsequentere Durchsetzung des geltenden Rechts (vgl. Kap. 5.8) zu legen. Im Rahmen des NPA sollen marktregulierende Instrumente vor allem dann ergriffen werden, wenn sie dem Jugendschutz und der Gewaltprävention dienen. Die Thematik einer kohärenten bzw. einer stärker gesundheitspolitisch geleiteten Besteuerung alkoholischer Getränke soll vor dem Ergreifen allfälliger Massnahmen vorerst eingehender geprüft werden.

5.2.5 Information und Öffentlichkeitsarbeit

Gegenstand Wirksame Alkoholpolitik ist auf eine begleitende und zielgruppenorientierte Information und Öffentlichkeitsarbeit angewiesen. Zu diesem Handlungsfeld werden alle Bestrebungen der externen Kommunikation gezählt, die Bevölkerung für einen eigenverantwortlichen und risikoarmen Umgang mit Alkohol zu gewinnen und die Akzeptanz für eine Alkoholprävention in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft zu erhöhen.

Strategische Für die Information und Öffentlichkeitsarbeit der nächsten Jahre gelten die Stossrichtungen folgenden strategischen Stossrichtungen:

 Die Bevölkerung ist kontinuierlich und zielgruppengerecht über die ge-

sundheitlichen Risiken und die sozialen und wirtschaftlichen Schäden des Alkoholkonsums zu informieren und soll die Verhaltensempfehlungen für einen risikoarmen Konsum von alkoholischen Getränken kennen.

 Die Bevölkerung ist insbesondere für Massnahmen der Verhältnispräven-

tion zu sensibilisieren – dabei ist die vorhandene Akzeptanz bestehender alkoholpolitischer Vorschriften (z.B. beim Jugendschutz oder im Strassenverkehr) gezielt zu nutzen.

36 NPA 2008 – 2012