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Vernehmlassung 2007/76: Nationales Programm Alkohol 2008 - 2012 (NPA) · 64 Seiten

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Anhang III: Erfolgreiche Beispiele aus der Schweizer Alkoholprävention (Ergänzende Texte zur NPA-Broschüre)

Die nachfolgenden Beispiele werden in der NPA Broschüre zu einem späteren Zeitpunkt in lockerer Reihenfolge präsentiert. Sie geben einen Einblick in aktuelle oder kürzlich abgeschlossene Aktivitäten der Schweizer Alkoholprävention. Die kleine Auswahl kann der Vielzahl der Projekte selbstverständlich nicht nachkommen. Die Aufnahme in die NPA-Broschüre ist dementsprechend auch keine Wertung. In der Schweiz führen viele Kantone, regionale und lokale Fachstellen sowie NGOs vergleichbare Projekte.

1.1 Alkohol am Arbeitsplatz

In grösseren Betrieben haben durchschnittlich 5 bis 10% der Belegschaft ein Alkoholproblem. Aber der Alkoholmissbrauch am Arbeitsplatz ist ein Tabu. So bleiben Abhängigkeiten unbehandelt und Unfallgefahren bestehen.

Die Genfer Stadtwerke sind in dieser Hinsicht nicht auffällig. Doch sie haben das Problem – wie viele andere Schweizer Unternehmen auch – mit einem Alkoholpräventionsprogramm angepackt. Zum Erkennen und Thematisieren bestehender alkoholbedingter Probleme wird das Kader ausgebildet.

Der Vermeidung neuer Probleme dient eine betriebsinterne Alkoholpolitik, beispielsweise mit einer Nulltoleranz für bestimmte Arbeitsbereiche, einem Alkoholverbot für alle unter 18-Jährigen, einem generellen Verbot für hochgradigen Alkohol, dem Alkoholausschank im Personalrestaurant nur bei gleichzeitigem Essen, der Attraktivierung des nicht alkoholischen Angebots oder mit Regeln für Apéros.

 www.sig-ge.ch

1.2 Entkoppelung von Sport und Sucht

Sportvereine wirken entgegen der landläufigen Meinung nicht automatisch präventiv: Auch Vereinsleiter/innen sehen sich mit Alkohol-, Tabak- und Cannabiskonsum sowie mit Doping konfrontiert.

Die Beratungsstelle für Suchtfragen Appenzell Ausserrhoden hat in Zusammenarbeit mit der Fachstelle Sport Mitte 2006 das Konzept «cool and clean» plus erarbeitet. Es baut auf dem nationalen Programm «cool and clean» von Swiss Olympic auf und sieht vor, Sportvereine, welche sich im Präventionsbereich engagieren, fachlich und finanziell zu unterstützen.

Die Umsetzung der Massnahmen im Sportverein erfolgt durch die ausgebildeten Personen. Einen Schwerpunkt bildet die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen an Festanlässen und die damit verbundene Minderung des Rauschtrinkens.

 www.sucht-ar.ch

NPA 2008 – 2012