Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2007/76: Nationales Programm Alkohol 2008 - 2012 (NPA) · 62 Seiten

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Prävention und Partnern aus verschiedenen Sektoren im Feld. Die EDK könnte sich im Rahmen dieser Präventions- und Gesundheitsförderungsarbeit eine Ausweitung auf andere Gebiete wie z.B. Essstörungen oder psychische Krankheiten, die vielfach mit Alkoholproblemen zusammenhängen, vorstellen. Bei der Umsetzung sei zudem wichtig, dass die Arbeiten, die im Rahmen des Programms ‚bildung+gesundheit‘ geleistet wurden, berücksichtigt werden. Der Verein „Sag NEIN zu Drogen, sag JA zum Leben“ möchte, dass bei den Kampagnen möglichst viele Akteure zum Zug kommen, da diese unterschiedliche Gesichtspunkte des Problems Alkohol aufgreifen und damit mehr Personen erreicht werden. Der Verein würde zudem eine regelmässige statistische Erfassung über Einstellung und Trinkverhalten mittels Fragebogen sinnvoll finden, da dieser überdies einen erzieherischen Effekt haben kann.

Eine Minderheit der Stellungnahmen kritisiert das Handlungsfeld 1 (5 von 12). Vier Stellungnahmen aus dem Bereich Kantone und Städte formulieren Kritik. Das Handlungsfeld 1 geht NE zu wenig weit: der breitere gesellschaftliche Kontext sei mit einzubeziehen, das heisst, Eltern und andere Erwachsene. GE bemerkt, dass Bildung nicht als Schutzfaktor vor vorzeitigem Alkoholkonsum erwähnt sei, was genau das sei, was kantonal erreicht werden solle mit dem Ziel, das Alter des ersten Alkoholkonsums hinauszuzögern. Der Schweizerische Städteverband und die Stadt Zürich fügen an, dass auf lokaler Ebene bereits sehr viele Instrumente und Angebote bestehen, dass also Synergien bestmöglich genutzt werden sollen. Gefragt seien besonders unterstützende Angebote für Fachleute wie Weiterbildungen, Erfahrungsaustausch, Leitfäden und Handreichungen. Modelle guter Praxis seien breiter bekannt zu machen, vor allem wo mangels Ressourcen noch keine Angebote bestehen. Sie bemängeln, dass Suchtpräventionsstellen, wie sie im Kanton Zürich existieren, nicht aufgeführt sind. Der Schweizerische Städteverband bemängelt ausserdem, dass im Handlungsfeld das geplante Zusammenwirken von alkoholspezifischen Massnahmen und allgemeiner Gesundheitsförderung nicht auf den ersten Blick ersichtlich sei und besser ausgeführt und erklärt werden sollte. Die Förderung von personalen und sozialen Ressourcen von Kindern und Jugendlichen sei ein zentrales Element bei der Verhinderung von Suchtkarrieren und verdiene deshalb Platz im Hauptteil des Programms, andernfalls solle im Titel des Handlungsfelds das Wort „Gesundheitsförderung“ gestrichen werden.

Von den Parteien findet die EDU, die Massnahmen gegen Jugendalkoholismus solle in allgemeine Suchtpräventionsprogramme in und ausserhalb der Schule integriert werden. Die Verniedlichung der Suchtgefahren des Alkohols sei unverantwortlich gegenüber der Jugend, deshalb müsse das Ziel „Verzicht“ und nicht „vernünftiger Umgang“ sein und echte Lebensperspektiven müssen vermittelt werden. Jugendliche, die in geordneten Familienverhältnissen aufwachsen und/oder ihr Leben für wertvoll und sinnvoll halten, würden weniger zur Flucht aus der Realität mit Alkohol und Drogen neigen. Darum soll die traditionelle Familie und die Vermittlung christlicher Grundwerte gefördert werden.