Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2007/76: Nationales Programm Alkohol 2008 - 2012 (NPA) · 62 Seiten

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Massnahme 01.01: Aktionsprogramm zur Verminderung der Alkoholprobleme am Arbeitsplatz

Zu Massnahme 01.01 äussern sich 14 Stellungnahmen, die allesamt von Wirtschaftsdachverbänden und der Branche stammen.

Eine deutliche Mehrheit der Stellungnahmen unterstützen die Massnahme (11 von 14).

Der SGB begrüsst die Massnahme als dringend notwendig und ist gerne bereit, etwa im Rahmen von Schulungen oder Informationsmittel aktiv mitzuwirken. Weitere zehn Stellungnahmen unterstützen die Massnahme im Prinzip. Mehrfach wird allerdings angemerkt, dass es unklar sei, welche neuen Pflichten auf die Arbeitgeber zukommen (Erdöl-Vereinigung, Schweizerischer Brauerei-Verband, Swiss Retail Federation) bzw. dass keine Pflicht zur Inanspruchnahme der Angebote eingeführt werden solle (hotelleriesuisse, GastroSuisse, Schweizerischer Brauerei-Verband), keine zusätzlichen Ausbildungsanforderungen an die Personal- und Ausbildungsverantwortlichen eingeführt werden dürften (GastroSuisse) und der Arbeitgeber nicht in die Pflicht genommen werden dürfe, wenn ein Mitarbeiter privat unter einem Alkoholproblem leidet (Swiss Retail Federation, Erdöl-Vereinigung). Unternehmen sollten aber ermuntert werden, eine Politik des Umgangs mit Alkohol am Arbeitsplatz zu definieren (Erdöl-Vereinigung, Schweizerischer Brauerei-Verband). Wichtig sei, dass der Schweizerische Gewerbeverband (Schweizerischer Brauerei-Verband) und der Schweizerische Arbeitgeberverband in die entsprechenden Arbeiten miteinbezogen werden (GastroSuisse, Schweizerischer Brauerei-Verband).

Eine Minderheit der Stellungnahmen formuliert Kritik (3 von 14). Das Centre Patronal und

die Chambre vaudoise des arts et métiers finden die Massnahme zu wenig konkret, ausserdem weise nichts darauf hin, dass die Arbeitswelt nicht genügend sensibilisiert und die Sozialpartner nicht fähig seien, diese Frage ohne Bevormundung durch den Bund anzugehen. Der Schweizerische Brauerei-Verband äussert ebenfalls Vorbehalte.

Massnahme 01.02: Alkoholprävention an Schulen für die Zielgruppe der Teenager

Zu Massnahme 01.02 äussern sich 16 Stellungnahmen.

Die Massnahme 01.02 wird von allen Stellungnahmen (grundsätzlich) unterstützt.

Der Schweizerische Städteverband schlägt vor, auch die schulärztlichen Dienste als Kooperationspartner aufzuführen. Von Wirtschaftsdachverbänden hat das Centre Patronal an sich nichts dagegen, aber die Prävention sollte nicht auf Kosten der Unterrichtsstunden gehen. Ausserdem soll das Produkt Alkohol nicht gleichgestellt mit illegalen Drogen dargestellt werden und es soll keine Verpflichtung daraus entstehen, Stellen und Ausbildungen für Spezialisten für Früherkennung einzurichten. Die Chambre vaudoise des arts et métiers aus der Branche äussert sich ebenso. Fünf weitere unterstützen die Massnahme, aber es müsse vermieden werden, dass Alkohol, wo eine vernünftige und erwachsene Konsumation sogar als gut für die Gesundheit gelte, gleichgestellt dargestellt wird mit dem Tabak und vor allem mit illegalen Drogen (ANCV, Communauté interprofessionnelle des vins de Genève, SWBV/FSV, Société des encaveurs de vins suisses, Vereinigung Schweizer Weinhandel). Die IG DHS, Denner und Coop merken an, dass dies bereits in