Bericht und Vorlage

Vernehmlassung 2010/126: Agrarpolitik 2014-2017: Weiterentwicklung der Agrarpolitik in den Jahren 2014 bis 2017 · 310 Seiten

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Bisherige Entwicklung der Agrarpolitik

nisse beeinflussten diese Konjunktur, wenn ihre wahre Bedeutung auch schwer zu beurteilen bleibt50.

1.2.2.3.2 Volatilität

Die starken Preisbewegungen der letzten Jahre werden als ein mögliches Indiz gewertet, dass die kurzfristigen Schwankungen an den Weltagrarmärkten zunehmen.

Anders als der Preistrend, der die langfristige Entwicklung der Marktbedingungen spiegelt, ergibt sich die Volatilität aus kurzfristig unvorhersehbaren Schocks zwischen Angebot und Nachfrage, die deutlich nach oben oder nach unten ausschlagen können51. Je unverhoffter und deutlicher diese Fluktuationen auftreten, desto höher fällt die Volatilität aus. So entsteht ein Klima der Unsicherheit an den Märkten, was zu einem Rückgang der produktiven Investitionen sowie einer unangemessenen Ressourcennutzung bei den Unternehmen und somit zu einer Wettbewerbseinbusse in jedem Stadium der Wertschöpfungskette führen kann. So wird heute ein grosses Augenmerk auf die Volatilität gelegt.

Auf internationaler Ebene bestätigen die aktuellen Analysen, dass der Zeitraum 2008/2009 von einer starken Volatilität geprägt war, die mit jener von 1971-1973 vergleichbar ist.

50 World Bank (2010): Placing the 2006/08 Commodity Price Boom into Perspective, Policy Research Working Paper Nr. 5371. Für eine ausführliche Analyse der Gründe der Preishausse 2007/08 vgl. auch Bundesrat (2009): Nahrungsmittelkrise, Rohstoff- und Ressourcenknappheit, Bericht in Erfüllung des Postulats Stadler vom 29. Mai 2008 (08.3270).

51 Grundsätzlich wird die Preisvolatilität – für eine Reihe von Tages- oder Monatspreisen – anhand eines Schwankungskoeffizienten (Standardabweichung) gemessen, der den annualisierten Preisschwankungsgrad gegenüber seinem Durchschnittswert zum Ausdruck bringt.