Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2011/70: Strategie Biodiversität Schweiz · 66 Seiten
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sucherströmen explizit genannt werden. Auch die SGH begrüsst die Lenkung der Tourismusaktivitäten, denn die leichte Zugänglichkeit zu unterirdischen Höhlen erhöht den Druck auf diese Landschaftselemente. Auch IP begrüsst die Lenkung und Kanalisierung von Freizeitaktivitäten. Gre und PN fordern ausserdem, einfache, wirkungsvolle und kostengünstige Beruhigungsmassnahmen im Waldgebiet durch gezielte Auflassung von Erschliessungsanlagen (Waldstrassen) vermehrt einzusetzen.
SGH und SSF begrüssen insbesondere die Erwähnung des Bereichs Informationsvermittlung. BE und LBO unterstützen die Bildungs- und Informationsangebote ebenfalls und betonen gleichzeitig die Wichtigkeit des Einbezugs von Land- und Alpwirtschaft bei diesen Angeboten. Clean schlägt vor, Biodiversität und Cleantech vermehrt für das touristische Standortmarketing strategisch einzusetzen. PR fordert, den Tourismus konstruktiv in eine Biodiversitätsstrategie einzubinden und ihm zum fördernden Akteur zu machen, denn das Überleben vieler Rassen und Sorten ist auch dem Tourismus und der Imagewerbung zur Darstellung einer typischen Schweiz zu verdanken.
Vog fordert zudem, dass naturbelastende Aktivitäten und Anlagen durch naturschonende zu ersetzen sind, dass keine weiteren naturbelastenden Anlagen gebaut werden dürfen, und dass beim Ausbau touristischer Anlagen und Aktivitäten entsprechende Kompensationsmassnahmen zu ergreifen sind. Denn nur wenn naturverträgliche Angebote andere, weniger naturverträgliche Angebote ersetzen, wird die Biodiversität geschont.
BE, LBO, SBLV und SSV bedauern, dass die Auswirkungen von Tourismus, Sport und Freizeit auf die Biodiversität und die resultierenden Zielkonflikte nur sehr rudimentär behandelt werden.
SBLV betont, dass der Tourismussektor nicht nur auf der landschaftlichen Qualität basiert, sondern vor allem auf der Biodiversität, welche die Qualität der Landschaft beeinflusst.
Karch fordert die Erwähnung von Bodenzerstörung in diesem Kapitel.
SVU wünscht einen Ausbau des Kapitels mit der Einführung von vertraglichen Massnahmen wie die Definition von Wildruhezonen und Regelungen bezüglich der Nutzung touristischer Orte. Darüber hinaus beharrt SL darauf, Schutzzonen in touristisch erschlossenen Lagen einzurichten und keine neuen Gebiete zu erschliessen.
eq wünscht eine Präzisierung rechtlicher Instrumente und effizienter Steuerungssysteme, um die Erhaltung und Entwicklung dieser natürlichen Ressource sicherzustellen, während NE die existierenden Regelungen im Bereich Tourismus als genügend einschätzt.
6.5 Raumplanung
SSF begrüsst die Betonung der Wichtigkeit der Biodiversität im Siedlungsraum sowie alle Überlegungen betreffend Vernetzung der Lebensräume. Karch hingegen erachtet den haushälterischen Umgang im Siedlungsraum für die Biodiversität zu prominent dargestellt.
aefu, FiBL, GPS, SGH, SL, SVS, VKMB, VSSG und WWF betonen die Wichtigkeit der Raumplanung für den Biodiversitätsschutz und fordern deshalb, dass ein Kapitel Raumplanung unter Kapitel 7.1 eingeführt wird. aefu, GPS, LBO, SL, SVS, VKMB und WWF fordern aber auch, dass die Notwendigkeit unverbauter, unzerschnittener Räume für die Biodiversität deutlicher herauszuarbeiten ist. Gemäss GPS, Gre, PN, SVS, VKMB und WWF ist auch klarzustellen, dass höchstens «einige wenige» aus dem Kulturland verdrängte Arten in den Siedlungen Ersatzlebensraum finden können. Ausserdem sind die Ersatzlebensräume in den Siedlungen in aller Regel zu isoliert und zu wenig vernetzt, um seltenen Arten ein langfristiges Überleben zu sichern. FSU ist der Meinung, dass die Raumplanung ihr Potenzial für die Erhaltung der Biodiversität im Siedlungsgebiet nicht vollständig ausnützt. NE, SBV und Vog fordern deshalb auch, dass die vorhandenen Instrumente besser genutzt und umgesetzt werden. Gemäss SVS ist es entscheidend, die Grünflächen des Siedlungsraums mit wertvollen Flä-