Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2011/70: Strategie Biodiversität Schweiz · 66 Seiten

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des Wissens ist ausserdem der Aufbau eines Zentrums für «evidence-based conservation» zu verlangen.

SSF unterstützt den Stellenwert der «Conservation Biology» in der Strategie und fordert die explizite Erwähnung der Aus- und Weiterbildung von Laien als Akteure. Gemäss aefu, GPS, SGH, SSV, SVS, VKMB und WWF ist die «Conservation Biology» als Stärke des Forschungsplatzes Schweiz sogar noch auszubauen, wobei der Fokus verstärkt auf umsetzungsorientierte und angewandte Fragestellungen zu richten sei. Das Staatssekretariat für Bildung und Forschung, der Schweizerische Nationalfonds und die Hochschulen sollen diesen Ausbau zusammen mit Partnern vorantreiben. SGH, SSV und SVS fordern ein neues Nationales Forschungsprogramm NFP im Bereich Biodiversität. Da ein beachtlicher Teil der Naturschutzarbeit von Mitgliedern von Naturschutzorganisationen und anderen Praktikerinnen und Praktikern geleistet wird, muss gemäss aefu, GPS, SVS, VKMB und WWF die Rolle der Laien besondere Erwähnung finden.

SWISSAID fordert, dass der korrekte Zugang zu genetischen Ressourcen (Access and Benefit-Sharing) im Rahmen der Hochschulen in den Lehrplan der betreffenden Forschungsfelder integriert werden soll und dass er in der Forschung mit Sensibilisierungsprogrammen sowie konkreten Kriterien zur Forschungsförderung verankert wird. Die grosse Bedeutung der agrarbiologischen Vielfalt für die Anpassung an den Klimawandel einerseits und die weltweite Ernährungssicherung anderseits muss ausserdem Eingang in den Lehrplan von Hochschulen finden, und die Agrarforschung und Züchtung müssen auf Erhaltung und Nutzung der agrarbiologischen Vielfalt ausgerichtet sein. PR fordert, dass sich der Bund um die Weiterführung von Zuchtprogrammen und den dazugehörigen Wissenstransfer bemüht.

CSCF kritisiert die Verteilung von Wissen und die fehlende Zusammenarbeit aller involvierten Partner in diesem Bereich. Science wünscht eine stärkere Betonung der Verbindung zwischen Forschung und Praxis.

SGH fordert schliesslich koordinierte Aktivitäten in der Höhlenforschung in der Schweiz.

6.10 Konsum

IP und SBLV erachten es als sehr wichtig, dass der Konsum auf die Bereiche Biodiversität sensibilisiert wird. Labels wie IP-SUISSE und TerraSuisse sollten aus Sicht von IP Leuchtturmcharakter haben und müssen deshalb durch die Politik unterstützt werden.

CHA, COOP und CP lehnen die Kennzeichnung einzelner Produkte mit umweltrelevanten Informationen ab, da weitgehend die Grundlagen für verlässliche Aussagen fehlen und die Verpackungskosten unnötig teurer werden. COOP ist der Meinung, dass die Forderung und Unterstützung bestehender nachhaltiger Labels und die Erarbeitung von weiteren international abgestützten Standards für die Erhaltung der Biodiversität viel wichtiger sei.

Auch science und Prom sind gegen eine Produktumweltinformation und verlangen die Erwähnung der Labels TerraSuisse und Delinat zu streichen, da die Objektivität, Überprüfbarkeit und Vollständigkeit von Produktumweltinformationen umstritten sind.

eq hingegen unterstützt die Produktumweltinformation. SWISSAID schlägt vor, Kriterien für die Beschaffung von Rohstoffen zu nennen, wie sie von der Union of Ethical Biotrade formuliert wurden. Ausserdem würden sie es vorziehen, den Aspekt Biodiversität in bestehende Labels zu integrieren statt neue zu schaffen.

PR fordert, bei der Erhaltung und Förderung pflanzen- und tiergenetischer Ressourcen die Wirtschaft vermehrt in die Pflicht zu nehmen. Ausserdem müssen Bestrebungen in Regionalförderungsprojekten und für vertrauenswürdige Label beim Bund unterstützt werden.