Vorlage

Vernehmlassung 2013/113: Botschaft zur Förderung der Kultur in den Jahren 2016-2019 (Kulturbotschaft) · 127 Seiten

Fedlex · Vorlage · Seite 34Fedlex · Vorlage

Seit 2012 ist Pro Helvetia für die Werk- und Nachwuchsförderung im Design zuständig. Gestützt auf eine Analyse in Zusammenarbeit mit Sachverständigen aus Praxis, Wirtschaft und Forschung lancierte Pro Helvetia 2014 ein Pilotprojekt zur Nachwuchsförderung. Dieses soll jungen Designerinnen und Designern mit drei sich ergänzenden Massnahmen die Etablierung im Markt erleichtern: Projektbeiträge für die Recherche und den Entwurf; Werkbeiträge für die Herstellung von Prototypen; individuelle Mentoringprogramme zu Fragen rund um den Markteinstieg. Bei der Umsetzung arbeitet Pro Helvetia mit Partnern aus der Kulturwirtschafts- und der Innovationsförderung zusammen, namentlich mit der Kommission für Technologie und Innovation (KTI), die mit zwei Sitzen in der Jury der Pilotausschreibung vertreten ist. Dies schafft eine Brücke zwischen den verschiedenen Welten und garantiert, dass die bestehenden Instrumente optimal aufeinander abgestimmt werden und dass sich neue Instrumente ergänzen. Die Nachwuchsförderung ist Teil des Modells der koordinierten Designförderung Schweiz. Diese wurde 2013 von BAK, Pro Helvetia und Engagement Migros lanciert. Aufeinander abgestimmt und im Dialog mit der Designszene entwickelten die drei Partner Massnahmen, die auf die spezifischen Bedürfnissen des Design im Inland reagieren und die Brücke zum internationalen Kontext schlagen.

Internationale Verbreitung

Um das Schweizer Design weltweit zu verbreiten, hat der Bund verschiedene Promotionsinstrumente (Wanderausstellungen und CD-ROM) entwickelt. Zudem unterstützt der Bund in jüngster Zeit gezielt wichtige Schweizer Design-Formate, wie beispielsweise «Mode Suisse»

– eine Plattform für junge Modedesignerinnen und Modedesigner. Im Rahmen von internationalen Buchmessen oder von kuratierten Ausstellungen werden die Gewinner des Wettbewerbs «Die schönsten Schweizer Bücher» im Ausland vorgestellt. Im Jahr 2014 wurde dem Buch Meret Oppenheim. Worte nicht in giftige Buchstaben einwickeln beim internationalen Wettbewerb «Schönste Bücher aus aller Welt» die Goldene Letter zugesprochen – weltweit die höchste Auszeichnung dieser Art.

Preise und Auszeichnungen

Seit 1918 wird der Schweizer Wettbewerb für Design jährlich durchgeführt. Im Rahmen des Wettbewerbs werden in den verschiedenen Designbereichen pro Jahr insgesamt 20 Preise vergeben. Die Ausstellung und die Website www.swissdesignawards.ch dienen als Vermittlungsplattformen und als Schaufenster des Schweizer Designs.

Seit 2007 vergibt der Bund den Schweizer Grand Prix Design.21 Dieser wird für ein Lebenswerk verliehen und ehrt Persönlichkeiten oder Unternehmen, die sich national und international um das Schweizer Design verdient gemacht haben.

Der Wettbewerb «Die schönsten Schweizer Bücher» ermöglicht den professionellen Austausch zwischen den Branchen Grafikdesign, Verlag und Produktion. Er wird über eine viersprachige Publikation und eine an verschiedenen Orten in der Schweiz gezeigte Ausstellung vermittelt.

Organisationen der Kulturschaffenden

Der Verein Form Forum wird als Organisation professioneller Kulturschaffender vom Bund unterstützt. Er fördert die kunsthandwerkliche Richtung des Designs in der Schweiz.

21 Preisträgerinnen und Preisträger der Schweizer Grand Prix Design 2012: Gavillet&Rust, Franco Clivio und Karl Gerstner. 2013: Trix und Robert Haussmann, Armin Hofmann und Martin Leuthold. 2014: Erich Biehle, Alfredo Häberli und Wolfgang Weingart.