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Vernehmlassung 2013/113: Botschaft zur Förderung der Kultur in den Jahren 2016-2019 (Kulturbotschaft) · 127 Seiten

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Austausch und Vermittlung im Inland

Der Bund unterstützt Ausstellungen und künstlerische Interventionen von Schweizer Künstlerinnen und Künstlern an renommierten Kunstinstitutionen in der Schweiz. Zudem beteiligt er sich an Druck- und Übersetzungskosten von Monographien sowie von thematischen Publikationen mit klarem kunsthistorischem Bezug zur Schweiz. Auf dem Weg zu internationaler Anerkennung ist die erste monographische Publikation ein wichtiger Türöffner für junge Kunstschaffende. Mit der alle zwei Jahre erscheinenden «Collection Cahiers d’Artistes» ermöglicht Pro Helvetia vielversprechenden Schweizer Kunstschaffenden eine solche Erstpublikation. Diese wird dem breiteren Publikum jeweils während der Art Basel mit einer Ausstellung, Performances und Publikumsgesprächen näher gebracht und anschliessend an wichtigen Plattformen im In- und Ausland verbreitet. In der Vermittlung fördert der Bund Projekte, welche das Publikum einbeziehen und den Wissensaustausch auf europäischer Ebene ermöglichen.

Internationale Verbreitung

Der Schweizer Auftritt an den Biennalen in Venedig und Kairo gibt Kunstschaffenden sowie Architektinnen und Architekten eine Plattform auf höchstem internationalem Niveau.18 In Venedig wird der Auftritt vom neu geschaffenen «Salon Suisse» begleitet, der den Austausch mit renommierten Persönlichkeiten der internationalen Kunstwelt fördert. Durch regelmässige Besuchsprogramme werden international tätige Kuratorinnen und Kuratoren in die Schweizer Kunstszene eingeführt; für daraus entstehende Projekte können sie Beiträge an Ausstellungen und Publikationen erhalten. Zudem unterstützt der Bund Ausstellungen von Schweizer Kunstschaffenden an international anerkannten Kunstinstitutionen im Ausland. Die visuellen Künste spielen auch eine wichtige Rolle in der Arbeit der Schweizer Kulturzentren im Ausland, insbesondere im Swiss Institute in New York, das sich fast ausschliesslich den visuellen Künsten widmet.

Preise und Auszeichnungen

Die Schweizer Kunstpreise (Kategorien: Kunstschaffende, Architektinnen und Architekten sowie Kunstvermittlerinnen und -vermittler) werden bereits seit 1899 verliehen. Die Schweizer Grand Prix Kunst / Prix Meret Oppenheim (Auszeichnung für Lebenswerk) werden seit 2001 vergeben.19 Die Preise sind mit verschiedenen Promotionsmassnahmen verbunden: An der Ausstellung «Swiss Art Awards», die seit 1994 in Basel stattfindet, wird das aktuelle Schweizer Kunstschaffen dem Fachpublikum und der breiten Öffentlichkeit präsentiert; die Kataloge und die Webseite www.swissartawards.ch ermöglichen den Zugang auch über die Ausstellung hinaus.

Organisationen der Kulturschaffenden

Der Berufsverband Visarte wird als Organisation professioneller Kulturschaffender vom Bund unterstützt. Visarte vertritt die bildenden Künstlerinnen und Künstler in der Schweiz.

18 Die Schweiz nimmt seit 1920 an der Kunstbiennale von Venedig (seit 1991 an der Architekturbiennale) und seit 1988 an der Biennale von Kairo teil. Die Schweizer Biennalenvertretung wird durch eine unabhängige Jury ausgewählt. 2012 wurde die Schweiz in Venedig durch Miroslav Šik, 2013 durch Valentin Carron und 2014 durch Hans Ulrich Obrist vertreten. Die Biennale in Kairo fand in der laufenden Förderperiode nicht statt.

19 Preisträgerinnen und Preisträger der Prix Meret Oppenheim: 2012 der Künstler Niele Toroni, der Landschaftsarchitekt Günther Vogt und die Kuratorin Bice Curiger; 2013 der Künstler Thomas Huber, die Architekten Quintus Miller & Paola Maranta und der Kurator Marc-Olivier Wahler.