Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2013/146: Verordnung über die Anpassung von Tarifstrukturen in der Krankenversicherung · 84 Seiten
Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 68Fedlex · Ergebnisbericht
Hinweise, Kritiken, Vorschläge, Anträge Verfasser Observations, critiques, suggestions, propositions Auteurs Osservazioni, critiche, suggerimenti, proposte Autori
(…) erachten wir die vorgesehene Kürzung der erwähnten Positionen, was bei mehrjäh-
riger Geltung einer Teilrevision gleichkommen würde, als einen Fehleingriff. Dies vor al-
lem auch vor dem Hintergrund, dass nach so langer Zeit aus rein betriebswirtschaftli-
cher Sicht wohl eher Erhöhungen denn eine Senkung dieser Positionen zur Diskussion
stehen dürften!
Hinsichtlich der vorgesehenen Kürzungen einzelner Tarifpositionen der technischen
Leistungen (vgl. Anhang Ziff. 2.) ist eine derartige Schieflage indessen nicht gegeben
und auch nicht nachgewiesen. Die vorgesehenen Kürzungen werden bei richtiger Be-
trachtung denn auch ausschliesslich mit dem angeblichen Ziel der Kostenneutralität be-
gründet.
Eine Kürzung der TL im ambulanten Bereich wird auch in den Spitälern (…) zu einer zu- BUG sätzlichen Belastung wegen Mindereinnahmen (…) führen und potentiell einem zusätzli-
chen Personalabbau Vorschub leisten.
Von vornherein war es uns klar, dass die für die Einhaltung der Kostenneutralität nöti- Hausärzte ZH gen Einsparungen in so kurzer Zeit nicht in einem sehr ausgeklügelten und sachgerech-
ten Verfahren durchgeführt werden konnten. Aus tariftechnischer Sicht ist dieser Eingriff
unbefriedigend, als zeitlich befristete Übergangslösung aber akzeptabel.
Wir sehen hier nirgends einen Produktivitätsgewinn, sondern lediglich das logische Ab- MEDGES bild der allgemeinen und stets zunehmenden Tendenz zur Technisierung der medizini-
schen Diagnostik und Therapie. Die Aufwendungen für Löhne, Mieten, apparative Kos-
ten, Material, Instandhaltung und Qualitätssicherung haben infolge Teuerung und des
Fortschritts zugenommen. Eine Verminderung der Produktivität ist die Folge.
Die allermeisten der techniklastigen Positionen haben einen weit über 50%igen Anteil
der TL-Taxpunkten und so ist ein überproportionaler Anstieg des Taxpunktvolumens der
TL gegenüber der AL bei einer allgemeinen Zunahme zwangsläufig folgerichtig und un-
vermeidbar. Von einer überproportionalen Zunahme des Taxpunktvolumens TL auf ei-
nen Produktivitätsgewinn zu schliessen, ist weder nachvollziehbar noch belegbar.
Von Ihrer geplanten linearen Kürzung der technischen Leistungen der Pathologie um medica 9% ist auch die gynäkologische Vorsorgeuntersuchung [für das Gebärmutterhalskarzi-
nom], der PAP-Abstrich, betroffen. Vom Entgelt für diese Untersuchung entfallen 75%
auf die TL-Position. Diese Untersuchung ist keineswegs eine technisch apparative Un-
tersuchung. Biomedizinische Analytikerinnen für Zytologie analysieren die Abstriche ein-
zeln unter ärztlicher Supervision sorgfältig unter dem Mikroskop. Die Vergütung für
diese Untersuchung ist bereits heute nicht kostendeckend. Die gemäss TARMED be-
zahlten 22 TP decken nur ca. 75% der Gestehungskosten dieser Vorsorgeuntersu-
chung. Bitte überdenken Sie den Frauen zu Liebe die Kürzung der technischen Leistun-
gen des TARMED-Kapitels 37.
La proposition de réduction linéaire de 9 % des prestations techniques (PT) dans cer- MFVaud tains chapitres du Tarmed est une approche douteuse. Une telle méthode n'est pas sa-
tisfaisante du point de vue de la technique tarifaire. Elle reste acceptable en tant que
solution pragmatique et transitoire. Dans ces limites, nous pouvons accepter cette solu-
tion.
Pour compenser la revalorisation des prestations des médecins de premier recours, l’or- GNNN VS donnance fédérale sur l’adaptation des structures tarifaires prévoit des réductions dans
plusieurs domaines. Les prestations pour le système nerveux central et périphérique
sont concernées, la réduction de la valeur des prestations techniques étant justifiée par
une augmentation du volume proche de 25% (le volume total du chapitre dépasse seu-
lement légèrement 1% du total des prestations Tarmed facturées). Pour cet aspect, il
faut préciser que la neurologie clinique et les neurosciences ont connu dans la dernière
décennie un développement intense et très rapide, tel qu’indiqué du reste dans un ré-
cent courrier que la Société suisse de neurologie vous a adressé. En conséquence, les
besoins et les exigences de qualité des prestations techniques fournies ont naturelle-
ment augmenté.
Il est incompréhensible que le Conseil Fédéral justifie la nécessité de corriger une ré-
munération insuffisante des médecins de premier recours, en pénalisant des spécia-
listes déjà moins bien rémunérés au départ. La mesure planifiée est d’autant plus pé-
nible pour les neurologues du Valais, où la valeur du point est particulièrement basse