Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2014/103: Trassenpreisrevision 2017 - Änderung der Eisenbahn-Netzzugangsverordnung (NZV) · 16 Seiten

Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 2Fedlex · Ergebnisbericht

Aktenzeichen: BAV-242.1-00001

Die Auswertung zeigt zwar wenig Widerstand, aber knapp die Hälfte der Rückmeldungen enthielten keine expliziten Antworten auf die Fragen, und nur wenige haben vorbehaltslos geantwortet. Insbesondere konnten wie erwartet nicht alle den neuen Basispreis Verschleiss und die komplexe Formel dahinter ganz nachvollziehen. Mit der Stossrichtung waren aber praktisch alle einverstanden. Zwei Ergebnisse stechen heraus:

 Relativ viele, auch von der Güterverkehrsbranche selbst, halten es grundsätzlich für falsch, dass der Güterverkehr keinen Deckungsbeitrag leistet. Sie argumentieren u.a. mit der Attraktivität für die Infrastrukturbetreiberinnen, vgl. Anträge und Anregungen weiter unten. Andere sind zwar heute mit dem Verzicht auf Deckungsbeitrag vom Güterverkehr einverstanden, aber sie halten gleichzeitig fest, dass diese Haltung mit der gegenwärtigen Finanzlage zu tun hat.

 Eindeutige Zustimmung erhielt die Vereinheitlichung der Trassenpreise für Schmalspur- und Zahnradbahnen.

Anträge und Anregungen

Die Anträge und Anregungen sind relativ vielfältig. Im Anhang sind sie themenweise aufgeführt (z.T. zusammengefasst bei gemeinsamen Anliegen) und aus Sicht BAV beurteilt. Ein erster Wunsch ging von Seiten VöV direkt an Bundesrätin Leuthard und betraf den Umsetzungszeitpunkt der Trassenpreiserhöhung. Auch andere regen an, das Inkrafttreten zu verschieben. Die Haltung von BAV und der Departementschefin ist aber klar: das FABI-Konzept mit einer verstärkten Nutzerfinanzierung und damit einhergehend einer Trassenpreiserhöhung ab 2017 ist nicht in Frage zu stellen.

Thematisch liegt der Schwerpunkt beim neuen Basispreis Verschleiss bzw. beim Verschleissfaktor. Ein Vorwand wird mehrfach erwähnt, nämlich die Berücksichtigung der installierten (statt der effektiven) Leistung. Dazu hat sich auch die Industrie und Ingenieurfirmen geäussert. Ihre Anregungen wurden von den Fachspezialisten geprüft. Die Lösung soll so einfach wie möglich und so komplex wie notwendig sein. In diesem Fall ist es relativ einfach, die installierte Leistung zu berücksichtigen, weil die Daten statisch sind. Dynamische Betrachtungen sind ungleich komplexer. Ein komplexeres System ist dem zusätzlichen Nutzen gegenüberzustellen. Unter Umständen ist es überhaupt nicht umsetzbar. Erwähnt sei an dieser Stelle noch ein eigener Vorschlag von der Firma Siemens, der sich im Grundsatz zwar nicht stark vom gewählten Ansatz unterscheidet, der aber für die Programmierer zum jetzigen Zeitpunkt mit einem (unverhältnismässig) grossen Aufwand verbunden wäre.