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Vernehmlassung 2014/155: Revision im Bereich Strahlenschutz · 482 Seiten
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45. Pu-239
45.1 Stoffwechsel
Inhaliertes Plutonium (Annahme Oxid, Absorptionsklasse Typ S) wird zu rund 90 % via Nase und Verdauungstrakt (Resorptionsanteil f1=1×10-5) im Verlauf von Stunden bis Tagen wieder ausgeschieden. Etwa 5 % bleiben längerfristig in der Lunge. Die Verweilzeit in der Lunge wird durch die Mechanismen der Lungenclearance bestimmt. Plutonium, das ins Blut gelangt, wird im Knochen und in der Leber langzeitig deponiert, wobei, wegen dem andauernden Knochenumbau, auch das Knochenmark zu den stärker bestrahlten Organen gehört.
45.2 Messmethoden Triagemessung (obligatorisch)
Messung der Pu-239-Konzentration in der Luft am Arbeitsplatz (Atemluftüberwachung).
Messschwelle: 100 Bqh/m3 (Integralwert über 1 Jahr)
Bei Überschreitung der Messschwelle ist während den ersten 3 Tagen der Stuhl und Urin zu sammeln und auszumessen.
Als Ergänzung der Triagemessungen ist einmal pro Jahr eine Messung der Pu-239-Konzentration Cu im Urin in Bq/l durchzuführen.
45.3 Überwachungsintervalle T und Zeitpunkt t der ersten Messung nach Ereignis
TTriage: – TMessung: 360 Tage tEreignis: Sofort
45.4 Interpretation ohne Berücksichtigung einer früheren Inkorporation
Jeder positive Befund ist individuell abzuklären
Urin Stuhl
E50 = Cu {einh/m(t)} bei Urinmessungen t einh/m(t) einh/m(t)
E50 = Mst {einh/m(t)} bei Stuhlmessungen [Tage] [Sv·l/Bq] [Sv·d/Bq]
1 5,1 0,0075×10-2 E50: 50-Jahre-Folgedosis in Sv 2 8,3 0,0052×10-2 Cu: Messwert in Bq/l (Urin-Messung) 3 14 0,0099×10-2 Mst: Messwert in Bq/d (Stuhl-Messung) 4 20 0,024×10-2 einh: Dosisfaktor in Sv/Bq 5 26 0,059×10-2 m(t): Ausscheidungsanteil im Tagesurin (=1,4 l) 6 31 0,15×10-2 in l-1; oder im Stuhl in d-1
7 37 0,33×10-2 t: Tage zwischen Messung und Inkorpora- 15 61 1,7×10-2 tion. 30 68 2,4×10-2 Bei unbekanntem Inkorporationszeitpunkt
ist t = T/2 45 68 3,3×10-2 90 73 7,5×10-2 180 73 22×10-2