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Vernehmlassung 2014/51: Strategie Antibiotikaresistenzen Schweiz (StAR) · 71 Seiten

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Ziel Die Notwendigkeit des Einsatzes von Antibiotika wird durch die Anwendung gezielter präventiver Massnahmen und wirksamer Alternativen reduziert. Strukturelle Massnahmen insbesondere in den Bereichen Management, Hygiene, Organisation und Information unterstützen die Zielerreichung.

Folgende Massnahmen tragen massgeblich zur Zielerreichung bei:

Massnahmen

Massnahmen Bereiche

3.2.1 Überwachung, Prävention und Bekämpfung von

nosokomialen Infektionen entwickeln und umsetzen

3.2.2 Praxisnahe Laboruntersuchungen gezielt einsetzen

3.2.3 Zielgruppen- und krankheitsspezifische Promotion von

Impfungen unterstützen

3.2.4 Optimierte Betriebsabläufe in Tierhaltungen, insbe-

sondere bei Management, Haltungsbedingungen und

Biosicherheit, von der Geburt bis zum Produktionsen-

de fördern

3.2.5 Vorbeugende Massnahmen zur Verbesserung der

Tiergesundheit aufzeigen und fördern

3.2.6 Die koordinierte Beratung der Tierhalter und die

Betreuung der Tierhaltungen optimieren und fördern

3.2.7 Eintrag von Antibiotika, Resistenzgenen und resisten-

ten Bakterien aus Forschungs- und Produktionsein-

richtungen in die Umwelt reduzieren

3.2.1 Nosokomiale Infektionen

Nosokomiale Infektionen Überwachung, Prävention und Bekämpfung von nosokomialen Infektionen entwickeln und umsetzen

Eine konsequente Umsetzung von Konzepten der Infektionskontrolle und Hygiene in Spitälern und Pflegeeinrichtungen sowie in Tierspitälern und Tierarztpraxen wird gefördert. Strukturelle und organisatorische Massnahmen zur Verhinderung der Verbreitung von Erregern werden evaluiert und umgesetzt.

SwissNOSO überwacht seit 2009 im Auftrag des Nationalen Vereins für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken (ANQ) postoperative Wundinfektionen. Darüber hinaus werden jedoch keine epidemiologischen Daten zu nosokomialen Infektionen systematisch erhoben oder dokumentiert, ein nationales Überwachungssystem existiert nicht. Durch die Expertengruppe Swiss-NOSO wurden in den Jahren 1999, 2002, 2003 und 2004 Prävalenzstudien durchgeführt, wonach jährlich zwischen 7 %-8 % der hospitalisierten Patientinnen und Patienten an einer nosokomialen Infektion erkranken. Die Studien geben den bisher einzigen Anhaltspunkt zur Häufigkeit von nosokomialen Infektionen in der Schweiz.