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Vernehmlassung 2014/51: Strategie Antibiotikaresistenzen Schweiz (StAR) · 71 Seiten

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ten zur Einführung von Anreizsystemen für optimierte Haltungsbedingungen und Managementpraktiken geprüft.

Bei Konzepten zur tiergerechten Haltung sollen Tiergesundheitsaspekte stärker berücksichtigt werden. Goldstandards sind zu definieren und den betroffenen Kreisen zugänglich zu machen. Zudem wird geprüft, ob die Definition der guten Landwirtschaftlichen Praxis (GLP-Richtlinien) pro Tierart bzw. Produktionsrichtung zu einer Verbesserung der Haltungsbedingungen beitragen könnten. Da allfällig notwendige Strukturveränderungen im Bereich der Tierproduktion von spezifischen Anreizsystemen begleitet werden müssen, wird überprüft, wie solche Anreizsysteme im Rahmen der für die Landwirtschaft zur Verfügung stehenden Mittel ausgestaltet oder angepasst werden können.

Die Federführung für die Umsetzung der Massnahme liegt beim Bund. Umsetzungspartner sind Verbände, Tiergesundheitsdienste und Bildungseinrichtungen.

3.2.5 Verbesserung der Tiergesundheit

Verbesserung der Vorbeugende Massnahmen zur Verbesserung der Tiergesundheit aufzeigen Tiergesundheit und fördern

Es werden vorbeugende Massnahmen zur Verbesserung der Tiergesundheit getroffen, bevor der Einsatz von Antibiotika notwendig wird. Insbesondere die Entwicklung alternativer Produkte und Massnahmen zur Behandlung, Metaphylaxe und Prophylaxe sowie die Durchführung von Gesundheitsprogrammen werden gefördert. Zudem wird die Zucht von gesunden, robusten und krankheitsresistenten Tieren unterstützt.

Für die Tiergesundheit sind Infektionskrankheiten von grosser Bedeutung und können in Tierhaltungen gravierende wirtschaftliche Schäden verursachen. Gesundheitsprogramme (Programme zur Vorbeugung, Überwachung und Sanierung einzelner Krankheiten) sind wichtige Pfeiler für die Tiergesundheit. In der Schweiz wurden bereits verschiedene staatliche Gesundheitsprogramme zur Bekämpfung von Tierkrankheiten erfolgreich durchgeführt. Die Tiergesundheitsdienste fördern zudem verschiedene Sanierungsprogramme (z.B. Moderhinke durch Beratungs- und Gesundheitsdienst für Kleinwiederkäuer, Brachyspiren durch den Schweinegesundheitsdienst).

Kommerziell gehaltene Tiere werden oft mit dem Ziel gezüchtet, entweder in kurzer Zeit viel Fleisch anzusetzen (Masttiere), viele Nachkommen zu erzeugen oder viel Milch zu produzieren bzw. viele Eier zu legen. Zum Teil sind die Zuchtziele und Managementpraktiken nicht optimal aufeinander abgestimmt, so dass die Anpassungsfähigkeit der Tiere überstrapaziert wird und sie erkranken, insbesondere wenn die Haltungsbedingungen nicht den erbrachten Leistungen entsprechen. In einigen Bereichen gibt es jedoch bereits grosse Anstrengungen, auf Gesundheit und Robustheit der Tiere zu züchten.

Alternative Produkte, wie Immunmodulatoren, Prä- und Probiotika, welche einen positiven Einfluss auf die Tiergesundheit versprechen, sind bereits vorhanden oder in Entwicklung. Ihre Wirksamkeit ist aber häufig nicht oder nur ungenügend wissenschaftlich belegt. Die Verfügbarkeit von im Ausland zugelassenen Futterzusatzstoffen ist in der Schweiz ungenügend, da viele hier nicht zur Zulassung beantragt werden und nicht zugelassen sind.

Mit der Umsetzung dieser Massnahme werden weitere gezielte Gesundheitsprogramme und deren mögliche Umsetzung gefördert. Zudem wird die Zucht von