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Vernehmlassung 2014/51: Strategie Antibiotikaresistenzen Schweiz (StAR) · 71 Seiten

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den nicht erlaubt oder aufgrund aufwändiger Verfahren insbesondere für Produkte mit gentechnisch veränderten Organismen nicht zugelassen sind.

Bei der Umsetzung der Massnahme im Humanbereich werden im Rahmen des Schweizerischen Impfplans36 zielgruppen- und krankheitsspezifische Impfempfehlungen so angelegt, dass sie auf die Reduktion von Antibiotikaverschreibungen und der daraus folgenden Resistenzbildung hinwirken.

Im Veterinärbereich wird eine Verbesserung der Tiergesundheit durch koordiniertes, kontinuierliches Impfen angestrebt. Dazu werden Empfehlungen für Impfprogramme bei den verschiedenen Tierarten entwickelt und propagiert. Die Verfügbarkeit von Impfstoffen, insbesondere von kostengünstigen Präparaten, muss teilweise verbessert werden.

Die Federführung für die Umsetzung dieser Massnahme liegt beim Bund. Umsetzungspartner sind die (Tier-)Ärzteschaft und Tiergesundheitsdienste.

3.2.4 Optimierte Betriebsabläufe in Tierhaltungen

Optimierte Betriebsabläufe Optimierte Betriebsabläufe in Tierhaltungen insbesondere bei Management, in Tierhaltungen Haltungsbedingungen und Biosicherheit von der Geburt bis zum Produktionsende fördern

Typische Managementmängel, Fütterungsfehler, ungeeignete Haltungsbedingun- gen und Biosicherheitsprobleme werden tierarten- und produktionsspezifisch definiert. Massnahmen zur Verbesserung werden aufgezeigt. Dies wird insbesondere durch das Erstellen von Informations- und Ausbildungsmaterial für entsprechende Fachkreise sowie die Schaffung spezifischer Anreizsysteme erreicht.

Erkrankungen, die mit Antibiotika behandelt werden müssen, können durch schlechte Haltungs-, Hygiene-, Fütterungs- und Managementbedingungen in den Tierhaltungen begünstigt werden. Oft werden ungünstige Bedingungen nicht erkannt und durch den Einsatz von Antibiotika maskiert. Insbesondere Produktionssysteme, in denen junge Tiere aus verschiedener Herkunft zusammengebracht werden, bergen vielfältige Probleme. Die jungen Tiere mit noch wenig ausgebildetem Immunsystem werden mit zahlreichen für sie unbekannten Erregern konfrontiert und erkranken dadurch häufig (Magen-Darm Probleme, Respirationskrankheiten).

Tiergerechte Haltungen berücksichtigen Tierschutzaspekte, jedoch sind mit Blick auf die Tiergesundheit bei den Stallbauten insbesondere in Rinder- und Schweinehaltungen bauliche Mängel auszumachen und die verschiedenen Haltungssysteme und Haltungsformen werden bezüglich Tiergesundheit nicht beurteilt. Es gibt aktuell keine harmonisierten Richtlinien zur guten landwirtschaftlichen Praxis für die Tierhaltung, die kontrolliert werden könnten.

Mit der Umsetzung dieser Massnahme werden die wichtigsten Schwachpunkte bei den Produktions- und Haltungsformen der jeweiligen Tierarten bezeichnet und entsprechende Verbesserungsmöglichkeiten von der Geburt bis zum Produktionsende evaluiert. Die Resultate werden den entsprechenden Fachkreisen mittels zielgerichteten Informationen kommuniziert. Zusätzlich wird der Vollzug vermehrt für Kontrollen dieser Schwachstellen sensibilisiert. Ausserdem werden Möglichkei-

36 http://www.bag.admin.ch/ekif/04423/04428/index.html?lang=de