Vorlage
Vernehmlassung 2014/51: Strategie Antibiotikaresistenzen Schweiz (StAR) · 71 Seiten
Fedlex · Vorlage · Seite 42Fedlex · Vorlage
die Grundlage dafür, dass Massnahmen auch zukünftig äusserst präzise und zielgerichtet ergriffen werden können.
Ziel Die interdisziplinäre Forschung und Entwicklung zur Entstehung, Übertragung, Verbreitung und Bekämpfung von resistenten Bakterien wird intensiviert. Diese Forschung liefert auch Grundlagen für eine gezielte Produkteentwicklung in den Bereichen antimikrobielle Substanzen und kosteneffiziente Diagnostik.
Folgende Massnahmen tragen massgeblich zur Zielerreichung bei:
Massnahmen
Massnahmen Bereiche
3.5.1 Interdisziplinäre Plattform für Antibiotikaresistenzfor-
schung schaffen und Forschungsschwerpunkte defi-
nieren
3.5.2 Grundlagen zu Eintrag, Persistenz und Aktivität von
Antibiotika in Hofdünger, Boden und Wasser schaffen
3.5.3 Neue diagnostische Methoden fördern
3.5.4 Die Bedeutung von grenzüberschreitendem Perso-
nen- und Warenverkehr auf die Resistenzlage in der
Schweiz bestimmen
3.5.1 Interdisziplinäre Plattform
Interdisziplinäre Plattform Interdisziplinäre Plattform für Antibiotikaresistenzforschung schaffen und Forschungsschwerpunkte definieren
Es wird eine Plattform geschaffen, um den Forschenden betreffend Antibiotika und Antibiotikaresistenzen einen aktuellen Überblick über die laufenden Forschungsprojekte aller beteiligten Bereiche zu ermöglichen und Forschungsschwerpunkte zu definieren.
Die Grundlagenforschung zu neuen Resistenzmechanismen, deren Ausbreitung und Einfluss auf die Epidemiologie von Krankheitserregern bei Mensch und Tier sowie der Möglichkeiten zur antimikrobiellen Kontrolle findet hauptsächlich an den Universitäten statt. Typisches Beispiel dafür ist ein internationales Projekt unter der Federführung der Universität Bern zur Entwicklung einer Alternative zu Antibiotika auf der Basis von Liposomen. Der neue Wirkstoff wurde 2014 zum Patent angemeldet43.
Das Auftreten von Antibiotikaresistenzen in humanpathogenen und persistenten Keimen sowie deren Dynamik in für die Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft relevanten Lebensmittelproduktionssystemen wird von Agroscope erforscht. Das BLV unterstützt Forschungsarbeiten, die einen Zusammenhang von humanen und tierischen Resistenzen auf molekular-genetischer Basis beleuchten oder die Wirkung von Interventionsmassnahmen auf Antibiotikaverbrauch und -resistenzen beurteilen.
43 http://www.kommunikation.unibe.ch/content/medien/medienmitteilungen/news/2014/moegliche_alternati ve_zu_antibiotika_entdeckt/index_ger.html