Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2014/51: Strategie Antibiotikaresistenzen Schweiz (StAR) · 61 Seiten

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5 Übergeordnete Änderungswünsche und Empfehlungen

In den Stellungnahmen zu StAR lassen sich einige übergeordnete Änderungswünsche und Empfehlungen identifizieren. Im Folgenden sind zunächst jene Punkte aufgelistet, die sich auf die strategische Ausrichtung und den Wirkungsbereich von StAR beziehen,

anschliessend folgen Punkte, die sich eher auf praktische Fragen der Umsetzung beziehen. Es werden nur Empfehlungen wiedergegeben, die von mehreren Stellungnehmenden

geäussert wurden. Einzelmeinungen wurden, soweit sie diesen Empfehlungen sehr ähnlich sind, jeweils darunter subsumiert und nicht zusätzlich einzeln aufgeführt.

5.1 Empfehlungen zur strategischen Ausrichtung

Tätigkeitsbereiche ergänzen

AI, GDK, GL, GR, OW, SO und UR empfehlen, StAR um verschiedene Wirkungsbereiche zu ergänzen: Zahnmedizin, Krankenkassen (Anreize schaffen, damit einfache präventive Massnahmen in der Gesundheitsversorgung umgesetzt werden – z.B. Isolation durch

Einzelzimmer), Langzeitpflege (Spitex) sowie Heim- und Zootiere. Bell, CH-IGG, GST,

Proviande, SGP-Gef und SVGK sprechen sich dafür aus, Heimtiere insbesondere bei der Mensch-Tier- und Tier-Mensch-Übertragung von resistenten Keimen stärker zu

berücksichtigen, da sie eine grössere Rolle als Nutztiere spielten. AGORA, AI, BL, CJA,

GST, LDK, LOBAG, Mutterkuh CH, NW, Prométerre, SBV, SKMV, SMP, SOBV, SRP,

Suisseporcs, Swiss Beef, swissherdbook, SZ, SZV, UR und ZG schlagen vor, auch für Hobby-, Gesellschafts- und Heimtiere Datenbanken zum Antibiotikaverbrauch aufzubauen.

Internationalen Handel und Reiseverkehr stärker berücksichtigen

Coop, G 15, IGDHS und SVV empfehlen, die Verschleppung von Antibiotikaresistenzen durch internationalen Handel und Reiseverkehr in der gesamten Strategie stärker zu

berücksichtigen.

ACSI, FRC, SKS und SVSM fordern, dass die Überwachung von Antibiotikaresistenzen und –verbrauch auf importierte Produkte ausgeweitet wird. Bio Suisse, Coop, Demeter, FiBL und IGDHS empfehlen zu überprüfen, wie mit Importen aus Ländern verfahren werden soll, die weniger restriktiv mit Antibiotika umgehen als die Schweiz. ACSI, FRC und SKS befürworten ein Importverbot für Fleisch, das unter Verwendung von Antibiotika als Wachstumsförderer produziert wurde. BL, JU, LBV, LDK, LOBAG, Mutterkuh CH, NW, SBV, SGBV, SKMV, SMP, SOBV, SRP, Suisseporcs, Swiss Beef, swissherdbook, SZ, SZV, UR und ZG fordern, dass beim Import von Tieren die nötigen Dokumentationen und Zeugnisse verlangt werden, falls Probleme nicht durch internationale Zusammenarbeit gelöst werden können.

Bell, CH-IGG, Migros, SGP-Gef, SMP und SVGK legen nahe, auch nichttierische importierte Produkte zu berücksichtigen, v.a. pflanzliche Lebensmittel. Zudem sollen nach CH-IGG,

SVGK und SMP auch Spielwaren usw. aus Risikogebieten berücksichtigt werden.

LOBAG, Mutterkuh CH, SBV, SKMV, SMP, SRP, Suisseporcs, Swiss Beef, swissherdbook und SZV raten, bei der Behandlung von Reisenden aus Ländern mit schlechter

Resistenzlage sichernde Massnahmen zu planen und anzuwenden. Bell, CH-IGG, Comm Sc, SGP-Gef und SVGK empfehlen, die Gruppe der Reisenden, die Risiken hinsichtlich Antibiotikaresistenzen aufweisen, auszuweiten, da viele Tätigkeiten und Reiseziele Risiken bergen würden.