Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2015/45: Bundesbeschluss über die finanziellen Mittel für die Landwirtschaft in den Jahren 2018-2021 · 58 Seiten
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Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation der Landwirtschaft
Die Ergebnisse der Berechnungen zeigen, dass sich das Produktionsmuster der Schweizer Landwirtschaft bis 2021 nicht wesentlich verändert. In der Tierhaltung ist von einem weiteren Rückgang der gehaltenen Grossvieheinheiten, insbesondere der Milchkühe auszugehen. Da eine jährliche Steigerung der Milchleistung pro Kuh von rund 50 Kilogramm unterstellt wird, nimmt die produzierte Milchmenge trotzdem zu. Während die Rind- und Kalbfleischproduktion leicht sinkt, ist bei der Produktion von weissem Fleisch (Schwein und Geflügel) insgesamt eine steigende Tendenz vorhanden. Die pflanzenbauliche Produktion entwickelt sich insgesamt stabil. Die Getreideproduktion kommt nach einem zwischenzeitlichen Rückgang bis im Jahr 2021 wieder auf das Niveau im Basisjahr zu liegen. Innerhalb der übrigen Ackerbauprodukte resultiert bei den Zuckerrüben ein leichter Produktionsrückgang, während die Rapsproduktion stabil bleibt und die Kartoffelproduktion leicht steigt.
Abbildung 6
Entwicklung der Produktion bis 2021
120%
100%
80%
60%
40%
20%
0%
Milch Fleisch Getreide
2008/10 20132021
Der Produktionswert der Landwirtschaft entwickelt sich relativ konstant und beträgt 2021 rund 10,1 Milliarden Franken. Auf der Kostenseite prognostiziert das Modell bis 2021 einen Rückgang auf 9,7 Milliarden Franken. Dies ist einerseits bedingt durch tiefere Importpreise für Vorleistungs- und Investitionsgüter aufgrund des starken Frankens und andererseits durch tiefere Abschreibungen und Fremdarbeitskosten aufgrund der Strukturentwicklung. Die sonstigen Subventionen (insbesondere Direktzahlungen) steigen zwischen 2008/10 und 2013 aufgrund der Umlagerung von Mitteln aus der Marktstützung in Direktzahlungen im Rahmen der AP 2011. Aufgrund leicht rückläufiger Mittel für die Direktzahlungen gehen die sonstigen Subventionen bis zum Jahr 2021 leicht zurück. Damit beträgt das sektorale Nettounternehmenseinkommen im Jahr 2021 rund 3,2 Milliarden Franken. Das sind 200 Millionen Franken mehr als im Jahr 2013 und gleich viel wie im guten Jahr 2014.