Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2017/32: Änderung der Eigenmittelverordnung (Leverage Ratio und Risikoverteilung) · 7 Seiten
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Ergebnisbericht
über die Vernehmlassung
zur Änderung der Eigenmittelverordnung
1 Ausgangslage
Mit der Vernehmlassungsvorlage sollten zwei Ergänzungen der internationalen Rahmenvereinbarung Basel III umgesetzt werden. Sie basierte auf Vorschlägen, die von der Nationalen Arbeitsgruppe Basel III «Eigenmittel» (NAG) ausgearbeitet und vor der Vernehmlassung hinsichtlich der Risikoverteilung einer ersten von der FINMA mit einzelnen Banken durchgeführten Wirkungsstudie (Quantitative Impact Study, QIS) unterzogen worden waren. Eine weitere, breit angelegte QIS wurde parallel zur Vernehmlassung durchgeführt.
Gemäss der Vorlage sollte einerseits eine Leverage Ratio in die dauerhaft einzuhaltenden Mindesteigenmittelvorschriften aufgenommen werden, wonach – entsprechend den Vorgaben des einschlägigen Basler Standards – das Kernkapital einer Bank mindestens 3% des Gesamtengagements ausmachen müsste.
Andererseits sollten die Risikoverteilungsvorschriften grundlegend überarbeitet werden, indem insbesondere die Limitierung von Klumpenrisiken am Kernkapital («Tier 1 Capital, T1») bemessen würde und Grosskreditpositionen über 25% des Kernkapitals grundsätzlich nicht mehr zulässig wären.
2 Vernehmlassungsverfahren
Die Einladung des Eidgenössischen Finanzdepartements (EFD) an die Vernehmlassungsadressaten erfolgte am 7. April 2017 und wurde auch auf der Internet-Seite des EFD publiziert. Die Vernehmlassung dauerte bis zum 14. Juli 2017.
Eine Stellungnahme eingereicht haben (jeweils in alphabetischer Reihenfolge):
22 Kantone: Aargau (AG), Appenzell Innerrhoden (AI), Basel-Landschaft (BL), Basel-
Stadt (BS), Freiburg (FR), Genf (GE), Glarus (GL), Graubünden (GR), Luzern (LU), Neuenburg (NE), Nidwalden (NW), Obwalden (OW), St. Gallen (SG), Schaffhausen (SH), Solothurn (SO), Tessin (TI), Thurgau (TG), Uri (UR), Waadt (VD), Wallis (VS), Zürich (ZH), Zug (ZG).
3 politische Parteien: Bürgerlich-Demokratische Partei (BDP), Grüne Partei der Schweiz
(Grüne), Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP).
5 Dachverbände der Wirtschaft: economiesuisse, Schweizerische Bankiervereinigung
(SBVg), Schweizerischer Gewerbeverband (SGV), Schweizerischer Gewerkschaftsbund (SGB), Travail.Suisse.
13 interessierte Kreise: Centre patronal (CP), Credit Suisse AG (CS), EXPERTsuisse,
Hauseigentümerverband Schweiz (HEV), Neue Helvetische Bank AG (NHB), Pfandbriefbank schweizerischer Hypothekarinstitute AG (Pfandbriefbank), PostFinance AG, Raiffeisen Schweiz Genossenschaft (Raiffeisen), RBA-Holding AG (RBA), Union suisse des professionnels de l'immobilier (USPI), Verband Schweizerischer Kantonalbanken
(VSKB), Vereinigung Schweizerischer Assetmanagement- und Vermögensverwaltungsbanken (VAV), Vereinigung Schweizerischer Privatbanken (VSPB).
Die Kantone Appenzell Ausserrhoden und Schwyz sowie die schweizerischen Gemeinde- und Städteverbände haben explizit auf eine Stellungnahme verzichtet.