Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2018/70: Änderung des Stromversorgungsgesetzes (volle Strommarktöffnung, Speicherreserve und Modernisierung der Netzregulierung) · 99 Seiten

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Abbildung 1: Entwicklung Preise für Systemdienstleistungen seit 2011, Quelle: BET (2018).

Die Preise für die Primär- und die Sekundärregelung sind seit 2011 von über 35 bzw. unter 40 Fr./MWh auf knapp über 15 bzw. 25 Fr./MWh gesunken; dies reflektiert eine zunehmende Liquidität des Marktes. In der gleichen Zeit haben sich auch die Preise für die Tertiärregelung reduziert. Insbesondere bei der Tertiärregelung gab es im Jahr 2013 einen vorübergehenden Preisanstieg; die Tertiärregelung weist auch eine höhere Preisvolatilität auf. Allerdings befindet sie sich auf einem deutlich niedrigeren Preisniveau.

1.1.4.3 Strombeschaffung und Entwicklung Grosshandelsmarkt

Der Schweizer Grosshandelsmarkt hat sich seit 2013 weiter entwickelt.16 Auf der Stufe der EVU ist der Strommarkt mit seinen Instrumenten inzwischen etabliert. Nur eine begrenzte Anzahl der EVU ist allerdings in der Lage, alle Funktionen im Strommarkt zu nutzen. Mittlere und kleinere EVU (Regionalwerke, Stadtwerke usw.) nutzen indirekte Zugänge zum Markt über Dienstleister, Händler, bilaterale Verträge usw. Dabei spielen die historischen Vorlieferanten in der Beschaffung nach wie vor eine wichtige Rolle.

Eine Auswertung der ElCom gibt einen Überblick zu den Beschaffungsarten für die Jahre 2018 bzw. 2013. Bei den grösseren EVU hat demnach eine strukturierte Beschaffung zugenommen. Bei dieser wird zu mehreren Zeitpunkten in Teilmengen (bei

16 Zu den vorherigen Entwicklungen vgl. BET (2013), Markt- und Wettbewerbsanalyse.