Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2023/12: Strategie der Internationalen Zusammenarbeit 2025–2028 · 69 Seiten

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In Krisen- und Konfliktsituationen ist diese Grundversorgung häufig nicht mehr gewährleistet. Mit ihrer humanitären Hilfe trägt die Schweizer IZA dazu bei, dass gefährdete Personen und Bevölkerungsgruppen ihre Grundbedürfnisse decken können. Im Zentrum des Schweizer Engagements stehen auch der Schutz der Integrität von gefährdeten Personen, Flüchtlingen und Binnenvertriebenen, die Unterstützung von Opfern sexueller oder geschlechtsspezifischer Gewalt und der Zugang zu Bildung in Notsituationen. Die IZA realisiert bilaterale und multilaterale Initiativen zur Einhaltung und Umsetzung des humanitären Völkerrechts und der humanitären Prinzipien in Konfliktgebieten sowie zum Schutz der Zivilbevölkerung. Zum Beispiel werden Polizeipersonal oder Juristinnen und Juristen für Friedensmissionen zur Verfügung gestellt. Die IZA setzt sich überdies bei allen beteiligten Akteuren für die Einhaltung der humanitären Prinzipien ein.

Angesichts des internationalen Kontexts erhöht die Schweizer IZA den Anteil des Verpflichtungskredits für humanitäre Hilfe von 20 auf 25 Prozent des Gesamtbudgets für den Zeitraum 2025–28.

Aufgrund des aktuellen Kontexts liegt der Schwerpunkt in der Strategie 2025–28 auf zwei spezifischen Zielen:

Migration: Die IZA berücksichtigt bei ihrer Arbeit die Chancen und Herausforderungen der Migration. Einerseits trägt die Migration durch Geldtransfers der Diaspora in Herkunftsländer mit niedrigem und mittlerem Einkommen zur Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung bei: 2022 wurden auf diesem Weg 626 Milliarden US-Dollar überwiesen42. Andererseits haben die irreguläre Migration und Zwangsvertreibungen dramatische Folgen für die Betroffenen. Kurzfristig verbessert die IZA die Lebensbedingungen der Vertriebenen und den Schutz von Flüchtlingen in den Erstaufnahmeländern. Mittelfristig besteht das Ziel darin, Perspektiven zu schaffen und Lösungen für die Integration von Migrantinnen und Migranten und Zwangsvertriebenen in den Partnerländern zu finden. Langfristig geht die IZA, die Ursachen von irregulärer und erzwungener Migration an. Dazu gehören Armut, fehlende wirtschaftliche Möglichkeiten und eine unzureichende Grundversorgung sowie bewaffnete Konflikte, systematische Menschenrechtsverletzungen oder Umweltkatastrophen.

42 www.worldbank.org > remittances grow 5 percent 2022