Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2023/12: Strategie der Internationalen Zusammenarbeit 2025–2028 · 69 Seiten

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völkerungsgruppen leiden besonders stark unter den Auswirkungen des Klimawandels43 und dem Verlust an Biodiversität44. Andere Volkswirtschaften und Bevölkerungsgruppen weisen ein mittleres Einkommen auf und befinden sich in einem Industrialisierungsprozess mit massiv ansteigenden Treibhausgasemissionen und entsprechend schädlichen Auswirkungen auf das Klima.

Zur Bewältigung dieser Herausforderungen engagiert sich die Schweiz im Bereich des Klimawandels auf zwei Arten: Anpassung an den Klimawandel und Eindämmung des Klimawandels. Dazu stärkt sie einerseits die Widerstandsfähigkeit der Entwicklungsländer durch wirksame Anpassungsmethoden, z. B. mit der Produktion nährstoffreicher und dürreresistenter Pflanzensorten. Zur Eindämmung des Klimawandels fördert sie Massnahmen wie eine emissionsarme Stadtentwicklung oder den Übergang zu erneuerbaren Energien.

Die IZA unterstützt den Klima- und Umweltschutz sowie eine nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen. Sie setzt sich für eine Risikominderung (z. B. Krisenmanagementstrukturen und Frühwarnsysteme) ein, um die Bevölkerung zu schützen und die wirtschaftlichen Verluste zu begrenzen. Sie fördert die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der Biodiversität und der Ökosysteme (z. B. Berge, Wälder) sowie der von diesen bereitgestellten Funktionen und Leistungen. Diese sind für die Bevölkerung und die Wirtschaft lebenswichtig, insbesondere Nahrung, sauberes Trinkwasser oder saubere Luft.

Durch ihre Arbeit mit Regierungen und Finanzinstitutionen sowie durch ihre Unterstützung der internationalen Verhandlungen trägt die IZA dazu bei, die Risiken im Zusammenhang mit Katastrophen, Wüstenbildung und dem Verlust der Biodiversität zu verringern. Sie setzt sich auch dafür ein, dass die multilateralen Organisationen die Ziele des Pariser Abkommens45 und des Übereinkommens über die biologische Vielfalt46 in alle ihre Aktivitäten einbeziehen.

Aufgrund des aktuellen Kontexts wird für die Strategie 2025–28 der Schwerpunkt auf folgende drei spezifische Ziele gelegt:

Bekämpfung von Hunger: Die humanitäre Hilfe der Schweiz umfasst Nahrungsmittelhilfe sowie Ernährungsprogramme für Kinder und gefährdete Personen. Mittelfristige Ziele sind die Stärkung der Resilienz der Bauernfamilien und der Bevölkerung von der Produktion bis zum Konsum gemäss agrarökologischen Grundsätzen sowie eine gesunde, nährstoffreiche, erschwingliche und ausreichende Ernährung. Die IZA will auch die strukturellen Gründe für Mangelernährung beseitigen und unterstützt die langfristige Umstellung hin zu nachhaltigen und fairen Nahrungsmittelsystemen, die resistent gegenüber Schocks sowie gesundheits- und umweltverträglich sind. Die Umsetzung erfolgt im Rahmen des bilateralen und multilateralen politischen Dialogs, z.

43 www.ipcc.ch > IPCC 2023, Synthesis Report of the Sixth Assessment Report

44 www.ipbes.net > IPBES Global Assessment Report 2019

45 www.unfccc.int > The Paris Agreement

46 www.cbd.int > The Convention on Biological Diversity