Vernehmlassungsvorlagen und erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2023/9: Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2025–2028 (BFI-Botschaft 25–28) · 214 Seiten

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Koordination im Hochschulwesen (HFKG-Evaluation): Bund und Kantone sorgen gemeinsam für die Koordination im Hochschulwesen. So schlossen sie eine Zusammenarbeitsvereinbarung ab und übertrugen bestimmte Befugnisse an gemeinsame Organe. Das HFKG regelt die Zuständigkeiten und legt die Grundsätze von Organisationen und Verfahren der Koordination fest. Alle vier Jahre wird eine Evaluation durchgeführt (Art. 69 HFKG). Die 2022 abgeschlossene Evaluation befasste sich schwergewichtig mit dem Zusammenspiel der HFKG-Organe sowie den Auswirkungen des HFKG-Finanzierungssystems. Hinsichtlich der Aufbauorganisation im Hochschulbereich hält sie fest, dass diese zwar komplex ist, grundsätzlich jedoch gut funktioniert. Der Fokus der weiteren Arbeiten soll nun verstärkt auf institutionelle Fragen und Koordinationsleistungen gelegt werden.

Rolle und Funktion des SNF (Institutionelle SNF-Evaluation): Im Jahr 2022 hat der Schweizerische Wissenschaftsrat (SWR) eine systemisch orientierte Gesamtevaluation zur Rolle und Funktion des SNF im nationalen BFI-System durchgeführt. Dies vor dem Hintergrund des neu geschaffenen Hochschulraums Schweiz mit neuen Zuständigkeiten und Organen sowie neuen Finanzierungsgrundlagen. Der Evaluationsbericht zeigt die systemprägende Rolle des SNF auf. Gleichzeitig empfiehlt der SWR eine Weiterentwicklung der Governance des SNF sowie einen besonderen Fokus auf die angewandte bzw. missionsorientiere Forschung, Forschungsinfrastrukturen und internationale Kooperationen zu legen. Dies bedingt eine Abstimmung mit dem Hochschulbereich und der Innovationsförderung (weitere Ausführungen im Anhang 3).

Erarbeitung und Umsetzung der Roadmap Forschungsinfrastrukturen: Die Forschung ist zunehmend auf grosse und kostenintensive Infrastrukturen angewiesen. Deshalb ist es für die Schweiz entscheidend, den Bau solcher Infrastrukturen auf nationaler Ebene zu koordinieren und für die Teilhabe auf internationaler Ebene im Interesse der Akteure Forschungsinfrastrukturen auszuwählen, die für Spitzenforschung notwendig sind. In der «Schweizer Roadmap für Forschungsinfrastrukturen 2023» sind neue nationale Infrastrukturprojekte vorgestellt, welche die Hochschulen und Forschungsinstitutionen des ETH-Bereichs für die Jahre 2025–2028 planen (vgl. Anhang 4). Der SWR hat angeregt, die Roadmap zu überarbeiten. Die strategische Weiterentwicklung im Hinblick auf die Roadmap 2027 soll über eine Steuerungsgruppe erfolgen, welche die Herausforderungen, insbesondere bezüglich der digitalen Entwicklung, analysiert.

Ausschöpfung des wissenschaftlichen Potenzials in Krisenzeiten: Die Covid-19-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig der Einbezug wissenschaftlicher Expertise für das Krisenmanagement des Bundes und damit einhergehend eine adäquate Wissenschaftskommunikation ist. Mit der Verabschiedung des Berichts in Erfüllung des Postulats 20.3280 (Wissenschaftliches Potenzial für Krisenzeiten nutzen) hat der Bundesrat die Bundeskanzlei in Zusammenarbeit mit dem WBF (SBFI) beauftragt, eine Umsetzung des Ad-hoc-Einbezugs von wissenschaftlicher Expertise in einer Krise basierend auf einem interdisziplinären Netzwerk zu erarbeiten. Die Zusammenarbeit der BFI-Akteure ist dabei zu regeln.

Kohärente Gouvernanzstrukturen der Berufsbildung: Die Schweizer Berufsbildung basiert auf dem Grundsatz der Verbundpartnerschaft. Die Kompetenz, Verantwortung und Umsetzung der Aufgaben der einzelnen Verbundpartner richten sich nach dem