Vernehmlassungsvorlagen und erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2023/9: Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2025–2028 (BFI-Botschaft 25–28) · 214 Seiten

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Berufsbildungsgesetz. 2021 wurde eine neue Gremienstruktur zur Optimierung der Gouvernance des Berufsbildungssystems eingeführt. Diese ermöglicht eine effiziente, transparente und abgestimmte Zusammenarbeit. Die Tripartite Berufsbildungskonferenz (TBBK) ist dabei das Bindeglied zwischen den verschiedenen Gremien der Berufsbildung auf operativer Ebene und dem nationalen Spitzentreffen auf politischer Ebene. Um der neuen Struktur Rechnung zu tragen, wird die eidgenössische Berufsbildungskommission per Ende 2024 aufgelöst (vgl. Ziff. 3.1).

Weiterentwicklung der gymnasialen Maturität: Mit der Revision der rechtlichen Grundlagen der gymnasialen Maturität wird die Erreichung des gemeinsamen bildungspolitischen Ziels von Bund und Kantonen verfolgt, den prüfungsfreien Zugang zu den Universitäten langfristig sicherzustellen. Der Bundesrat und die EDK haben im Jahr 2022 gemeinsam eine Vernehmlassung zur revidierten Maturitäts-Anerkennungsverordnung (MAV) und zum revidierten Maturitätsanerkennungsreglement (MAR) durchgeführt. Die überarbeiteten rechtlichen Grundlagen werden am 1. August 2024 in Kraft treten.

Strategische Steuerung von Austausch und Mobilität: Die Schweizerische Stiftung für die Förderung von Austausch und Mobilität «Movetia» fördert nationale und internationale Austausch- und Mobilitätsaktivitäten. Sie wird in der BFI-Periode 2025−2028 in eine öffentlich-rechtliche Anstalt des Bundes umgewandelt. Die gemeinsame politische und strategische Steuerung durch den Bundesrat unter Mitwirkung der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) wird gestärkt.

Internationale Zusammenarbeit

Im Bereich Bildung, Forschung und Innovation schneidet die Schweiz im Ländervergleich hervorragend ab. Die Internationalisierung des BFI-Bereichs ist einer der Erfolgsfaktoren, sie ist jedoch kein Selbstläufer. In einem Umfeld starker internationaler Konkurrenz ist die Förderung der Internationalisierung der Schweizer BFI-Akteure entscheidend. Das Ziel einer Teilnahme der Schweiz an den Rahmenprogrammen der EU für Forschung und Innovation ist daher für die internationale Zusammenarbeit der Schweiz im Bereich Forschung und Innovation (F&I) von zentraler Bedeutung. Der Bund wird im Rahmen seiner internationalen Zusammenarbeit weiterhin die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Akteure unterstützen und stärken, um die Leistungs- und Widerstandsfähigkeit des BFI-Systems zu erhöhen. Zudem erbringen Schweizer BFI-Akteure mit ihren Leistungen einen wirksamen Beitrag zur Bewältigung globaler Herausforderungen.74

Alle BFI-Bereiche der Schweiz sind auf die eine oder andere Weise in internationale Tätigkeiten eingebunden, sei es im Rahmen von multilateralen Organisationen oder Forschungsinfrastrukturen, bei Kooperationen zwischen Hochschulen, im Weltraumbereich, in den Bereichen Berufsbildung, Weiterbildung, Austausch und Mobilität, bei der Anerkennung von Diplomen und Berufsqualifikationen oder im Bereich Stipendien und Talentförderung. Die Schweizer BFI-Akteure bringen sich auf internationaler Ebene aktiv ein und gelten als anerkannte und geschätzte Partner. Die nationalen Förderagenturen setzen sich für eine verstärkte Beteiligung an multilateralen

74 Vgl. Dokument «Internationale Aktivitäten der BFI-Akteure» (www.sbfi.admin.ch > Aktuell > Vernehmlassungen> Transversale Themen).