Vernehmlassungsvorlagen und erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2023/9: Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2025–2028 (BFI-Botschaft 25–28) · 214 Seiten

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Massnahmen

Strategische Schwerpunkte

Die fünf strategischen Schwerpunkte der BFI-Periode 2025–2028 zielen darauf ab, auf die vom ETH-Rat identifizierten globalen Herausforderungen zu reagieren. Sie erweitern das Spektrum der strategischen Fokusbereiche 2021–2024 (personalisierte Gesundheit und zugehörige Technologien, Datenwissenschaften, fortgeschrittene Produktionsverfahren) und werden durch bestehende oder neue Aktivitäten auf der Ebene der einzelnen Institutionen und durch bottom-up generierte gemeinsame Initiativen auf Ebene des ETH-Bereichs umgesetzt. Die inhaltlichen Beiträge der Institutionen fallen weitgehend in ihre Kernaufgaben, decken ihr gesamtes Aufgabenspektrum in Lehre, Forschung, Forschungsinfrastrukturen und WTT ab und umfassen oft mehrere strategische Schwerpunkte gleichzeitig.

Lehre

Die Institutionen des ETH-Bereichs spielen eine führende Rolle im Schweizer Bildungssystem, indem sie forschungsbasierte Aus- und Weiterbildung auf hohem Niveau anbieten. Eine der höchsten Prioritäten hat die Erhaltung dieser Qualität. Innovative Lehransätze – einschliesslich eines verstärkten Einsatzes digitaler Technologien – werden gefördert und stützen sich auf frühere Erfahrungen (insb. Covid-19-Pandemie). Die beiden ETH evaluieren regelmässig ihre Lehrveranstaltungen, erfassen die Zufriedenheit der Studierenden und Dozierenden und nutzen das Feedback für Verbesserungen. Sie integrieren neue Entwicklungen in der Forschung und aufkommende gesellschaftliche Bedürfnisse laufend in ihre Curricula, bei deren Konzipierung generell die Aspekte Inter- und Transdisziplinarität, kritisches Denken, Nachhaltigkeit, ethische Grundsätze, Open Science, Digitalisierung, Informatikkompetenzen und Selbstorganisationsfähigkeiten berücksichtigt werden. Mit ihren Weiterbildungsangeboten fördern sie das Prinzip des lebenslangen Lernens. Die Institutionen des ETH-Bereichs unterstützen auch die Mobilität ihrer Studierenden, damit sie globale Perspektiven kennenlernen und sie sich auf einen globalisierten Arbeitsmarkt vorbereiten können. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der weiteren Erhöhung des Frauenanteils und der Diversität bei Studierenden und Doktorierenden. Zu diesem Zweck arbeitet der ETH-Bereich mit Akteuren des Bildungsbereichs zusammen und ermutigt insbesondere Schülerinnen und unterrepräsentierte Gruppen über diverse Kanäle, sich für ein Studium in einem MINT-Fach zu entscheiden.

Gemäss Referenzszenario 2022–2031 des BFS93 ist an den beiden ETH in der Förderperiode 2025–2028 mit einem durchschnittlichen jährlichen Zuwachs an Studierenden und Doktorierenden von 2,4 Prozent zu rechnen. Der ETH-Bereich leistet einen grossen Beitrag zur Linderung des Fachkräftemangels. Die Qualität der Ausbildung darf aber nicht unter dem Studierendenwachstum leiden. Der Bundesrat hat deshalb den ETH-Bereich mit seinen strategischen Zielen 2021–202494 beauftragt, eine Strategie in Bezug auf die Entwicklung der Studierenden- und Doktorierendenzahlen zu erarbeiten.

93 BFS (2022): Szenarien für das Bildungssystem 2022–2031, (www.bfs.admin.ch > Statistiken finden > Bildung und Wissenschaft > Szenarien für das Bildungssystem).

94 BBl 2021 1038