Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2023/9: Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2025–2028 (BFI-Botschaft 25–28) · 75 Seiten

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vergeben. Für die vorgeschlagene Übergangslösung werde eine Multistakeholder-Governance präferiert. Es wird davon ausgegangen, dass die in der Botschaft vorgesehene Finanzierung nicht ausreicht. SWR befürwortet die Lancierung und Finanzierung des Aufbaus einer nationalen Patientendateninfrastruktur zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung und zur Unterstützung der Forschung, äussert gegenüber der vorgeschlagenen Übergangslösung aber Bedenken. SWR erachtet die gesprochenen Mittel für die lokale Implementierung zudem als nicht ausreichend. Für die Konzeptualisierung soll eine neue nationale und unabhängige Task Force ins Leben gerufen werden. GDK wünscht, dass das DCC weitergeführt bzw. als ein nationales Koordinations- und Kompetenzzentrum konsolidiert und das Mandat für den Betrieb dieses Daten-Koordinationszentrums an die SAMW übertragen sowie vom Bund mit 21 Mio. CHF finanziert wird. USB erachtet es als unrealistisch, dass die Spitäler sich in der aktuellen sehr schwierigen Lage mittels Matching Funds substanziell an den Kosten beteiligen könnten. GDK fordert zusätzliche Matching Funds von Universitätsspitälern und Hochschulen damit Gesundheitsdaten für die Forschung verwendet werden können. scienceindustries begrüsst das Projekt «Swiss Personalized Health Network» (SPHN) und erachtet die Daten als von Wichtigkeit zu Forschungs- und Qualitätszwecken. Publichealth und SSPH+ begrüssen die Weiterfinanzierung des Datenzentrums von SPHN im Sinne der Harmonisierung und Zugänglichkeit von Gesundheitsdaten in der Schweiz. Sie erachten den Aufbau einer nationalen Bevölkerungskohorte mit Biobank und das darin integrierte, breit abgestützte und wissenschaftlich evaluierte IOP4CH Forschungsinfrastrukturprojekt als dringlich sowie als wichtige Ergänzung des SPHN.

economiesuisse, SAV, swissbiotech und VFP lehnen die überproportionale Erhöhung der Mittel für die Nationalen Forschungsprogramme (NFP) und nationalen Forschungsschwerpunkten (NFS) dezidiert ab. Insbesondere die NFP werden als häufig politischen Zwecken und weniger der Wissenschaft verpflichtet erachtet. Es wird gefordert, dass diese zusätzlich vorgesehenen Gelder stattdessen in die bottom-up Projektförderung der kompetitiven Forschung fliessen. scienceindustries begrüsst den Wettbewerbsansatz bei der Förderung im BFI-Bereich, allerdings sollen kompetitive Forschung und NFP nicht gegeneinander ausgespielt werden und die Mittel für kompetitive Forschung nicht zugunsten NFP zurückgefahren werden. GE erachtet die Weiterführung von NFP-Projekten und die Schaffung neuer NFS als wichtige Initiativen zur Stärkung der Schweizer Forschungs- und Innovationslandschaft, ebenso wie die Förderung des Transfers von Forschungsergebnissen in den Privatsektor. LSCV-ATRA bemängelt, dass nach der gesprochenen Finanzierung für NFP79 in 2022 nun nichts mehr unternommen wird und fordert, dass die öffentlichen Gelder tatsächlich den Ersatz von Tierversuchen und nicht nur eine Reduktion oder ein Refinement bewirken. AFR verweist dahingehend auch auf die parlamentarische Initiative (21.2004), die eine Anpassung der gesetzlichen Grundlagen fordert, damit die 3R-Forschung mehr Ressourcen und Anreize erhält.

LU und PHLU begrüssen, dass die Förderung im MINT-Bereich weiterhin ein hohes Gewicht behalten soll, fordern aber auch, dass das Förderprogramm MINT Schweiz in gleichem Umfang weitergeführt werden soll und ausreichend Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. STV begrüsst, dass 13 Mio. CHF für die MINT-Nachwuchsförderung weiterhin gesprochen werden und wünscht, dass die nicht finanziell entschädigten Zusatzaufgaben zusätzlich finanziert werden. SFV betont, dass die Förderung der MINT-Fächer noch nicht als Grundauftrag verstanden werden kann, sondern dass es für die Erreichung der Chancengerechtigkeit in den Waldberufen und weiteren Berufen mit starkem Bezug zu MINT-Fächern noch Förderbedarf gibt. Die Mittel im Grundauftrag seien deshalb in der geplanten Höhe zu belassen, und die MINT-Nachwuchsförderung ist als Zusatzaufgabe separat zu entschädigen. SSEN begrüsst die mittelfristig geplante Fortführung der MINT-Förderung in gleicher Höhe, wünscht aber eine Klärung, dass Fördermittel nicht nur für konkrete Projekte zur digitalen Transformation vergeben, sondern auch Mittel in ähnlicher Höhe wie bisher für die Verstetigung bestehender Projekte zur Verfügung stehen werden und wünscht eine gesetzliche Grundlage für Betriebsbeiträge des SBFI angesichts des wichtigen Angebots und der überregionalen Reichweite der ausserschulischen Lernorte des Swiss Science Exploration Networks. philhistfak-unibe und SAKA bemängeln, dass die MINT-Förderprogramme massiv gekürzt wurden.

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