Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2023/9: Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2025–2028 (BFI-Botschaft 25–28) · 75 Seiten

Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 48Fedlex · Ergebnisbericht

Mitte begrüsst den Schwerpunkt bei der Mittelausstattung bei den Förderorganen für Forschung und Innovation.

Innosuisse führt aus, dass über die gesamte Förderperiode 160 Mio. CHF mehr notwendig wären, um das im Jahr 2023 erzielte Förderniveau zu halten sowie zusätzliche 30 Mio. CHF, um die Förderung hochqualifizierter Personen in Angriff zu nehmen.

3.2.8.2 Weitere Themen und Anliegen zur Innosuisse

AMS, innovationsocial-siba-innovage, psy-fhnw und scienceindustries betonen die Bedeutung von

sozialen Innovationen und kritisieren, dass sie in der aktuellen Innosuisse-Verordnung explizit nicht einbezogen werden oder die Innosuisse-Förderkriterien für sie prohibitiv seien. Sie fordern eine stärkere Berücksichtigung sozialer Innovationen und regen an, dafür ein eigenes Pilotprogramm zu schaffen. HES-SO möchte ebenfalls ein spezifisches Unterstützungsinstrument für soziale Innovationen und verlangt, dass mindestens die Anforderungen bezüglich Eigenmittel bei entsprechenden Anträgen an Innosuisse gestrichen werden. Auch SKOS und SAH erachten soziale Innovation als sehr wichtig und bemängeln, dass die Beurteilungskriterien von Innosuisse schwierig auf Projekte im sozialen Bereich anzuwenden seien. Es wird deshalb angeregt, den Begriff der sozialen Innovation stärker auf das Gesundheits- und Sozialwesen auszurichten.13

GRÜNE lobt die Erwähnung der Nachhaltigkeit im Zusammenhang mit der Wirkungsorientierung, aber bemängelt, dass diesbezüglich weder konkrete Mittel oder Resultate noch Projekte zur Förderung von «Low-Tech», Biodiversität oder sozialer Innovation erwähnt werden. bikoa, pusch und SDSN begrüssen, dass der Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung als massgebendes Kriterium bei der Vergabe von Förderbeiträgen definiert wurde.

economiesuisse, SAV und swissbiotech befürchten eine Verzettelung der Aufgaben von Innosuisse aufgrund vorgebrachter Partikularinteressen und bekräftigen, dass die Projektförderung nicht zugunsten anderer Aufgaben reduziert werden dürfe.

UR stimmt den vorgesehenen Zielen, Massnahmen und Finanzierungskrediten von Innosuisse grundsätzlich zu. Auch STV unterstützt die Ausführungen in der Botschaft bezüglich Innosuisse.

BE fordert, dass die Innovationsförderung durch Innosuisse mit den Regionalen Innovationssystemen (RIS) zu koordinieren sind und dazu ein Koordinationsauftrag zwischen SBFI und SECO in die Botschaft aufgenommen wird. TI und LU begrüssen die Anerkennung der Rolle der RIS; TI regt an, die Zusammenarbeit mit den RIS durch geeignete Massnahmen weiter zu verstärken.

CORE regt an, dass bei der Flagship Initiative nicht Themen ausgeschlossen, sondern Synergien mit anderen Ämtern genutzt werden. Innosuisse kritisiert das «Verbot» bei sogenannten Flagships (Konsortialprojekte zu spezifischen Themen) im Themenbereich Energie ausschreiben zu können.

GR erachtet es als positiv, dass Innosuisse wissenschaftsbasierten Start-Ups international konkurrenzfähige Rahmenbedingungen bieten kann.

TG möchte, dass klargestellt wird, dass die Förderung der Innovationsfähigkeit bestehender Unternehmen Priorität hat vor den neuen Aufgaben wie der Förderung von Start-Ups oder hochqualifizierten Personen.

VD begrüsst die Bundesunterstützung im Bereich Innovation und insbesondere die direkte Finanzierung von Start-Ups, bittet aber um Klärung, ob die Start-Up Förderung sowohl die Innovationsprojekte (vor Markteintritt in der Schweiz) als Swiss Accelerator (nach Markteintritt) umfasst und fordert die Aufrechterhaltung des Swiss Accelerator-Programms.

VS ist der Meinung, dass Innosuisse eine Schlüsselrolle bei der Übertragung von Innovationen spielt.

13 Weitere Anliegen und Anmerkungen zum Thema soziale Innovation finden sich im Kapitel 3.1 Gesamtbeurteilung. Seite 48 von 75