Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2024/53: Revision der Stromversorgungsverordnung (Verzinsung des Kapitals im Stromnetz und in geförderten Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien) · 11 Seiten

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Aktenzeichen: BFE-011.0-10/1/4

serwirtschaftsverband (SWV) wollen keine Änderung der WACC-Berechnungsmethodik. Ebenso äussern sich die Stimmen aus der Stromwirtschaft (inkl. Swissgrid) ablehnend, dabei oft angelehnt an die Stellungnahmen des VSE oder der EnDK. Auch die Pensionskassen und Anlagestiftungen äussern sich ablehnend.

Am Häufigsten wird angeführt, dass es keinen Grund für einen Wechsel der Methodik gäbe, die jetzige Methode habe sich bewährt und zu sicheren Investitionsbedingungen geführt. Die Notwendigkeit einer Stabilität des Regulierungsrahmens wird betont. Teils wird auch betriebswirtschaftlich argumentiert. So führt Arosa Energie aus, dass insbesondere Haushalte und die nicht energieintensive Branchen nur geringe Änderungen der Netznutzungsentgelte erfahren, man aber eine bedeutende Reduktion des Cashflows habe. Teils (bspw. Eniwa) wird eine sinkende Reinvestition (und auch eine Änderung des Förderbedarfs der erneuerbaren Energien) befürchtet. Generell wird die Verkleinerung der Vergleichsgruppe bemängelt. Die Aufhebung von Untergrenzen führe zu Investitionsunsicherheiten, v.a. in Tiefzinsphasen (s. nachfolgende Kapitel).

Für eine Änderung der WACC-Methodik sprechen sich neben den Kantonen BL und SG folgende Organisationen aus: Die SPS und SVP, Economiesuisse, SGB, SGV-USAM und Travail.Suisse, alle Konsumentenschutzorganisationen und die Preisüberwachung, die ElCom und die WEKO, die Gruppe Grosser Stromkunden (GGS), Cemsuisse, der Flughafen Genf-Cointrin, MetalSuisse, die Schweizer Bäcker-Confiseure (SBC), scienceindustries, Swiss Accounting, der Freier Autohandel Schweiz (VFAS) und die Ziegelindustrie Schweiz. Teilweise, so die Vertretung der Schweizer Bäcker-Confiseure, sei eine Senkung des WACC existenziell.

Diejenigen Stimmen, welche die bisherige WACC-Berechnungsmethode ablehnen, wünschen sich teils noch weitergehende Änderungen, die zu einer weiteren Senkung des WACC führen dürften; sie lehnen sich dabei meist an die Stellungnahme der ElCom und der Preisüberwachung an.

Economiesuisse und andere Stimmen aus der Industrie erwähnen den grundsätzlichen Bedarf an weiteren Massnahmen zur Kostensenkung in den Stromnetzen. Einen erheblichen Bedarf an einer verbesserten Netzregulierung sieht auch die WEKO.

Die Stiftung für Konsumentenschutz würde die Zuständigkeit für die Ermittlung des WACC zukünftig bei der ElCom verankern.

4.3. TMR-Ansatz oder ERP-Ansatz

Ein Kernpunkt der Vorlage ist die Einführung eines sog. TMR-Ansatzes (TMR: Total Market Return), der endogen bei sinkenden Zinsen eine stabilisierende Wirkung auf den WACC hat. Dieser wird alternativ zum bisherigen ERP-Ansatz (ERP: Equity Risk Premium) in diversen Ländern benutzt. Durch den TMR-Ansatz kann bei den Eigenkapitalkosten auf eine Untergrenze bei dem angesetzten risikolosen Zinssatz verzichtet werden, welche beim bisherigen ERP-Ansatz seit dem Jahr 2013 eine Anwendung findet (zudem gelten hier noch Untergrenzen beim Fremdkapital sowie Obergrenzen bei Eigen- und Fremdkapital, die bislang nicht von Bedeutung waren).

Soweit die grundlegend ablehnenden Stimmen sich zu diesem wesentlichen Ausgestaltungspunkt äussern, lehnen sie eine Anpassung auf die TMR-Methodik ab. Konkret sind dies die EnDK und die Mehrheit der Kantone, der Schweizerische Gemeindeverband (SGV) und der Schweizerische Städteverband (SSV), VSE sowie einzelne Elektrizitätsunternehmen. Dazu kommen AEE Suisse und der Schweizerischer Wasserwirtschaftsverband, EIT.Swiss, Energie Club Schweiz, Strasse Schweiz, Pensionskassen und Anlagestiftungen (Ambassador Stiftung, Energy Infrastructure Partners, Konferenz der Geschäftsführer von Anlagestiftungen (KGAST), Pensionskasse der ISS Schweiz, Pensionskasse Thurgau, Servisa Sammelstiftung). Sie wollen die ERP-Methodik mit den geltenden Untergrenzen beibehalten, v.a. damit der WACC nach unten hin stabilisiert und Investitionssicherheit erhalten wird. Teilweise wird auf kritische ökonomische Einschätzung zur TMR-Methodik verwiesen.

Indes befürworten die SVP, Economiesuisse, Cemsuisse, Chambre de commerce, d'industrie et des services de Genève (CCIG), Flughafen Genf-Cointrin, Interessengemeinschaft Energieintensive

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