Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2024/55: Änderung des Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetzes (HFKG) · 11 Seiten

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Vernehmlassungsbericht zur Änderung des HFKG

heitsfähig. SP betont, dass der Regelzugang zu einem Fachhochschulstudium grundsätzlich auch weiterhin über die Berufsbildung bzw. die Berufsmaturität erfolgen soll. Es dürfe nicht zu einer Verdrängung auf Kosten der Berufslehre oder Berufsmaturität kommen. Zudem kritisiert SP, dass der Pilotversuch die gesetzten Ziele nur begrenzt erreicht habe. Es stelle sich somit die Frage, ob die erzielten Ergebnisse ausreichend sind, um dafür an den grundlegenden Prinzipien des Bildungssystems grössere Veränderungen vorzunehmen. Andererseits stellt sich SP die Frage, warum PiBS nur auf die MINT-Bereiche beschränkt bleiben soll und fände es folgerichtig, PiBS auf alle Fachhochschul-Fachbereiche auszudehnen.

SVP spricht sich gegen den Vorschlag aus. SVP bemängelt, dass PiBS kaum zur Bekämpfung des Fachkräftemangels beiträgt. Vielmehr solle die Berufsbildung gefördert werden. Es handele sich gemäss SVP um eine Massnahme, die die Attraktivität der Berufsbildung senke und die der gymnasialen Maturität erhöhe, ohne den erhofften Effekt der Bekämpfung des Fachkräftemangels.

3. Dachverbände der Gemeinden, Städte und Berggebiete

Von den drei angeschriebenen Dachverbänden der Gemeinden, Städte und Berggebieten gab es keine Rückmeldungen.

4. Dachverbände der Wirtschaft

Von den Dachverbänden der Wirtschaft stimmen drei Verbände der Verstetigung zu (economiesuisse, SAV, swissmem). Drei Verbände (Travail.Suisse, SGB und SGV) lehnen die Verstetigung ab.

economiesuisse befürwortet die Weiterführung und Verstetigung von PiBS. PiBS solle auch weiterhin nur im MINT-Bereich vorgesehen werden; auch die Zielgruppe solle unverändert belassen werden. economiesuisse spricht sich ausdrücklich gegen eine Ausweitung auf andere Studienrichtungen aus, da eine solche die gymnasiale Maturität zum Allzweckschlüssel im Bildungssystem machen würde. PiBS solle zudem ausser in gewissen zu definierenden Fällen ausschliesslich als Teilzeitmodell angeboten werden. Die Anforderungen eines unterschriebenen Ausbildungsvertrages vor dem Studium sieht economiesuisse als eine Erfolgsbedingung des Projekts und sei deswegen zwingend beizubehalten. economiesuisse befürwortet die vorgesehene regelmässige Evaluierung von PiBS. Insbesondere müsse hier ein besonderes Augenmerk auf die Veränderungen der Anzahl Berufslernender geworfen werden. economiesuisse betont, dass bei bildungspolitisch unerwünschten Effekten, die sich im Rahmen der Evaluation zeigen, der Bund eine erneute Verhandlung über die Ausgestaltung des PiBS einleiten oder das Angebot gegebenenfalls ganz einstellen solle. Dafür schlägt economiesuisse vor, einen 4. Absatz mit einer entsprechenden Rückkommensklausel zu integrieren (siehe Kap. 4).

SAV unterstützt grossmehrheitlich die geplanten Anpassungen im HFKG. Für den SAV sei entscheidend, dass keine Verwässerung der Profile auf Tertiärstufe stattfinden und dass weder die Berufsmaturität noch die berufliche Grundbildung insgesamt geschwächt werden. Der Regelzugang an die Fachhochschulen solle weiterhin primär über die Berufsbildung geschehen, denn die vorgängige Arbeitswelterfahrung stelle einen wesentlichen Vorteil dar. SAV stützt zudem die Forderung der Tripartiten Berufsbildungskonferenz TBBK, im Falle einer Verstetigung eine Evaluationsklausel vorzusehen. Für SAV gilt es zu beobachten und regelmässig zu prüfen, ob PiBS negative Auswirkungen auf die Bildungssystematik haben und das betriebliche Angebot an klassischen Lehrstellen verdrängen könnte. Für den Fall, dass PiBS-Stellen zuungunsten der Lehrstellen geschaffen werden, stellt die Evaluationsklausel für SAV ein entsprechendes Monitoring und einen Handlungsspielraum sicher. Darüber hinaus fordert SAV, dass eine Kohärenz in der Begründung und Umsetzung von Ausnahmeregelungen sichergestellt wird. In Zukunft müsste es für SAV klare Kriterien geben, wonach von den Branchen initiierte Ausnahmen überhaupt in Betracht gezogen werden.

Swissmem spricht sich dezidiert für die Verstetigung von PiBS für die MINT-Fächer aus. Das Modell leiste für die Tech-Industrie einen wichtigen Beitrag, um neue Fachkräfte zu gewinnen, welche ohne