Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2025/121: Unterstützung der Kandidatur, Vorbereitung und Durchführung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2038 in der Schweiz – Grundsatz- und Planungsbeschluss · 40 Seiten

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sowie ca. 500 bis 600 paralympischen Athletinnen und Athleten aus rund 50 Nationen. Bei den OPWS 2026 in Milano/Cortina (ITA) werden Wettbewerbe in den Disziplinen Biathlon, Bob, Curling, Eishockey, Eiskunstlauf, Eisschnelllauf, Freestyle-Skiing, Langlauf, nordische Kombination, Rennrodeln, Shorttrack, Skeleton, Ski alpin, Skibergsteigen, Skispringen und Snowboard ausgetragen. Paralympische Disziplinen sind Para Biathlon, Para Eishockey, Para Ski Alpin, Para Skilanglauf, Para Snowboard und Rollstuhlcurling. Beteiligt sind rund 10’000 Medienschaffende und rund 20’000 freiwillige Helferinnen und Helfer. Im Vergleich zu den Sommerspielen sind die Dimensionen der OPWS rund drei Mal kleiner. Seit 1992 finden die Paralympischen Winterspiele am selben Ort wie die Olympischen Winterspiele statt.

Das IOK führt derzeit Diskussionen über eine allfällige Integration einzelner zusätzlicher Disziplinen ins Programm der Olympischen Winterspiele. Bis Mitte 2026 liegen die entsprechenden Ergebnisse vor. Sollten weitere Disziplinen ins Programm aufgenommen werden, müssten diese noch in das Austragungskonzept des Vereins (siehe Ziffer

3) integriert werden.

2.2 Anforderungen und Vergabeprozess

Die Erwartungen und Anforderungen an die Austragung der OPWS sind in den letzten Jahrzehnten stetig gewachsen, so zum Beispiel was die Übertragungstechnologien, die mediale Inszenierung, aber auch die Sicherheit innerhalb und ausserhalb der Wettkampfstätten betrifft. 2014 hat das IOK mit der sogenannten Agenda 2020 (im Jahr 2021 zur Agenda 2020+5 erweitert) beschlossen, das Wachstum der Olympischen und Paralympischen Spiele bezüglich Anzahl Teilnehmende und Wettkämpfe zu limitieren und den Vergabeprozess zu reformieren («New Norm). Konkret wurden folgende Neuerungen eingeführt:

− Die Ausgestaltung und Bedingungen der Austragung werden im Dialog zwischen den interessierten Austragungsorten und dem IOK ausgehandelt. Die Austragung kann so optimal an die lokalen Möglichkeiten eines zukünftigen Gastgebers

(«Host») angepasst werden. Die Spiele können an eine Stadt, eine Region oder auch an ein Land vergeben werden.

− Die Wettkämpfe sollen nach Möglichkeit auf bestehenden Anlagen durchgeführt werden. Bei Bedarf können diese auch ausserhalb des Austragungslandes liegen.

− Die Unterbringung der Teilnehmenden kann dezentral erfolgen. Es müssen nicht mehr alle Teilnehmenden in einem zentralen Olympischen Dorf untergebracht sein.

− Es sind bei den Wettkampfstätten keine Mindestanforderungen bezüglich Kapazitäten mehr vorgegeben, womit sich die Zuschauerkapazitäten nach den Verhältnissen vor Ort und den Transportkapazitäten richten können.

− Das Dienstleistungsangebot in den Unterbringungsstätten der Athletinnen und Athleten (Verpflegung, medizinische Versorgung usw.) kann ebenfalls den Bedürfnissen und den bestehenden Angeboten vor Ort angepasst werden.