Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2025/85: Botschaft Standortförderung 2028–2031 · 70 Seiten
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auch zu den Zielen der bundesrätlichen Dachstrategie «Digitale Schweiz24» (vgl. Kap. 1.6.2). Die Strategie sieht insbesondere vor, dass die Geschäftsprozesse der Verwaltung konsequent auf die Kundenbedürfnisse ausgerichtet, vereinfacht, standardisiert und in ihrer Effizienz optimiert werden. Dazu soll das elektronische Leistungsangebot für Unternehmen, insbesondere über EasyGov, ausgebaut werden. Die Weiterentwicklung von EasyGov wird mit der DVS25 (vgl. Kap. 1.6.2) koordiniert, um den Ausbau der Plattform in enger Abstimmung mit den Kantonen und gegebenenfalls den Gemeinden umzusetzen.
Strategische Neuausrichtung von EasyGov
Mit Blick auf das UEG wurde 2023 eine Studie zur architektonischen Neuausrichtung von EasyGov initiiert. Da die Zahl der zu integrierenden Behördenprozesse mit dem UEG stark steigen wird, stellte die Studie fest, dass mit der aktuellen IT-Architektur keine ausreichende Integrationsgeschwindigkeit erreichbar ist. Die Studie analysierte Architektur und Organisation der Plattform und entwickelte eine Strategie für EasyGov 2.0. Künftig sollen neue Technologien eingesetzt werden, die es Partnerbehörden ermöglichen, Fachprozesse eigenständig zu integrieren. Während das SECO die Core-Entwicklung verantwortet, übernehmen die Partnerbehörden die Rolle als Auftraggeber für ihre Fachprozesse. Die Umsetzung erfolgt primär dezentral über eine Low-Code-Plattform, die eine schnellere Entwicklung mit minimalem Programmieraufwand erlaubt. Der Start von EasyGov 2.0 ist für die zweite Jahreshälfte 2027 geplant, mit Wirksamkeit ab 2028. Die Migration der bestehenden Behördenprozesse von EasyGov 1.0 auf EasyGov 2.0 erfolgt schrittweise bis 2031. Für Ablösung und Ausbau sind für die kommende Periode höhere finanzielle Mittel verglichen mit der Periode 2024–2027 erforderlich. Allerdings erlaubt das Etablieren der Low-Code-Plattform, dass damit die Entwicklungskosten pro Anwendung tendenziell sinken und die Kosten teilweise dezentral bei den einzelnen Verwaltungseinheiten / Institutionen getragen werden. Im Durchführungsauftrag zu EasyGov 2.0 ist festgelegt, dass das SECO den Betrieb und die Weiterentwicklung der EasyGov-Kernplattform verantwortet und finanziert. Dazu gehören insbesondere das Infomodul (öffentlich zugänglicher Teil) und das Coremodul mit den zentralen Portalfunktionen wie z. B. Benutzeranmeldung, Benutzerprofil, Cockpit, Bewirtschaftungsrechte, Benachrichtigungen sowie externe Schnittstellen. Die Integration und Umsetzung einzelner Behördenleistungen erfolgt hingegen durch die jeweils zuständigen Partnerbehörden auf Basis der bereitgestellten Low-Code-Plattform. Das neue Geschäftsmodell von EasyGov 2.0 sieht vor, dass sich die Partnerbehörden künftig angemessen an der Finanzierung der benötigten Fachmodule beteiligen.
24 Strategie Digitale Schweiz 2026 - Aktionsplan, abrufbar unter: www.bk.admin.ch > Digitale Transformation und IKT-Lenkung > Digitale Schweiz > Aktionsplan > Digitale Behördenleistungen > Plattform EasyGov.swiss
25 Strategie Digitale Verwaltung Schweiz – Umsetzungsplan, abrufbar unter: www.digitale-verwaltung-Schweiz.ch > Umsetzung > Projekte > One-Stop-Government realisieren > Weiterentwickeln von EasyGov