Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2025/85: Botschaft Standortförderung 2028–2031 · 70 Seiten

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Förderaktivitäten im Bereich der Digitalisierung trägt die NRP dazu bei, dass die entsprechenden Chancen genutzt werden.

Praxisbeispiel Digitalisierung: Neuchâtel Tourist Card (NTC)

Im Rahmen des Projekts «Digitalisierung der Neuchâtel Tourist Card NTC» wurde eine digitale Version der Neuchâtel Tourist Card entwickelt. Jede Person, die im Kanton übernachtet und Kurtaxe bezahlt, erhält elektronisch die digitale NTC zugestellt, die während des gesamten Aufenthalts die kostenlose Nutzung des öffentlichen Verkehrs im ganzen Kanton, die Tagesmiete von Fahrrädern in Le Locle und Neuenburg oder auch freien Eintritt in einigen Museen erlaubt. Dank der Digitalisierung der NTC lassen sich die Nutzung der entsprechenden Dienstleistungen, insbesondere des öffentlichen Verkehrs, aber auch die Touristenflüsse innerhalb des Kantons sowie die Saisonalität der Angebotsnutzung digital analysieren. Zudem steht den Gästen die elektronische NTC so ab dem ersten Tag ihres Aufenthalts zur Verfügung. Neuenburg Tourismus und die betroffenen Akteure können auf diese Weise ihre Kommunikation verbessern und neue, den Erwartungen der Gäste entsprechende Tourismusstrategien entwickeln. Die Unterstützung durch die NRP machte die Umsetzung dieses Projekts möglich.

Die NRP bleibt auch in der Förderperiode 2028–2031 ein wirtschaftspolitisches Förderinstrument, das im Sinne eines ganzheitlichen Verständnisses von nachhaltiger Entwicklung wirtschaftliche, ökologische und soziale Ziele miteinander verbindet. Die Umsetzung beruht auf einem mit den Kantonen erarbeiteten Konzept zur nachhaltigen Entwicklung in der NRP, das bereits in der vorherigen Umsetzungsperiode 2020–2023 eingeführt wurde und in der folgenden weitergeführt wird.

Interreg / Europäische territoriale Zusammenarbeit: Die Schweiz nimmt im Rahmen der NRP an den grenzübergreifenden Interreg-Programmen der Europäischen Union sowie an der Makroregionalen Strategie für den Alpenraum (EUSALP) teil. Diese Instrumente sind Teil der EU-Kohäsionspolitik. Evaluationen zur Schweizer Teilnahme an Interreg haben die Wichtigkeit dieser Teilnahme bestätigt. 2027 endet die Interreg-VI-Periode (2021–2027). Der Bund wird die Teilnahme an den Interreg-Programmen der Interreg-VII-Periode (2028–2034) weiterhin über die NRP unterstützen. Die Finanzierung kann allerdings aufgrund des Verzichts auf weitere Einlagen in den Fonds für Regionalentwicklung im Rahmen des EP27 voraussichtlich nicht mehr wie bisher weitergeführt werden. Entsprechend werden für Interreg VII weniger Mittel zur Verfügung stehen als in den beiden letzten Programmperioden (Interreg V und VI, je gut 56 Millionen). Damit werden die Interreg-Programme mit Schweizer Beteiligung überwiegend aus kantonalen Mitteln und Mitteln Dritter finanziert werden. Die Kantone leisteten in den verschiedenen Programmen bisher jeweils mindestens äquivalente Beiträge zu den Beiträgen des Bundes. Die voraussichtliche Reduktion der Bundesmittel bei Interreg führt zu einer weiter steigenden Asymmetrie der Mittel, welche die EU respektive die Schweiz für die grenzübergreifende Zusammenarbeit bereitstellen.