Rapport explicatif
Consultation 1997/8: L'article sur la protection des Alpes · 80 pages
Fedlex · Rapport explicatif · Page 32Fedlex · Rapport explicatif
Umsetzung des Alpenschutzartikels, Vernehmlassung Seite 31
Richtung von 21.00 bis 05.00 Uhr erforderlich.28)Mit diesem Angebot würde eine Kapazität von rund 1,4 MiILionen VerLadepLätzen pro Jahr bereitgestellt. Massgebend für die Differenzierung des Angebots während des Tages und der Nacht ist der tageszeitliche Anfdll des alpenquerenden Transitschwerverkehrs.29)
Als Option ist es denkbar, das Angebot der RollendenAutobahn auf beide NEAT-Achsen aufzuteilen. Dazu müsste über die Lötschbergachse stündlich ein bis zu 1400 m langer Zug rund um die Uhr geführt werden, ergänzt mit einem stündlichenEinfachzug zwischen 05.00 und 21.00 Uhr. Uber die für maximal 3,80 Meter Eckhöhe ausgebaute Gotthardachse müsste zudem zwischen Basel/Weil und/oder Singen und Stabio-Gaggiolo stündlich ein Einfachzug verkehren. Dieses Angebot hätte den Vorteil, dass der anfallende Schwerverkehr im Norden und im Süden auf zwei Verladestandorteaufgeteiltund die Ostschweiz über Singen an die Rollende Autobahn angebunden würde.
Wie oben festgestellt können über die Gotthardachse nur Fahrzeuge mit Eckhöhen bis 3,8 Meter verladen werden. Dadurch gehen rund 80 Prozent des Potentials der Rollenden Autobahn verloren.30) Des weiteren ist die Auslastung der Huckepack-Züge bei einem
Angebotüber beide Achsentiefer, was sich negativauf die Wirtschaftlichkeitdes
Bahnangebotsauswirken würde. Aus rein betriebswirtschaftlicherSicht drängt sich nicht zuletzt auch wegen dem unterschiedlich starken Verkehrsanfall eine Konzentration der Rollenden Autobahn auf die Achse Basel - Domodossola auf.
233.2 Angebotskonzept vor Inbetriebnahme der NEAT (nicht ausreichende Kapaätäten)
Die bestehenden Angebote des begleiteten kombinierten Verkehrs werden ab 1999 mit der Inbetriebnahme des 4-Meter-Huckepackkorridors Basel - Lötschberg-Scheiteltunnel - Simplon - Domodossola/Novara aufgewertet. Gemäss einer Analyse der Streckenkapazität können ab 1999 ohne Behinderung des restlichen Verkehrs (z.B. Neigezüge, Verdichtungs-
züge im Personenverkehr)mit einem nicht durchgehendenStundentaktrund 350’000
Verladeplätze für den Transport von Schwerverkehrsfahrzeugen mit einer Ecl(höhe von 4 Metern zwischen Basel und Domodossola angebotenwerden.31) Es wird aber nach Möglichkeitund in Abhängigkeitdes Zeitbedarfs für Unterhaltsarbeitenein Betrieb rund um die Uhr angestrebt. Falls ein Betrieb im Stundentaktrund um die Uhr möglich ist und falls
28 Eine Ausweitung dieses Angebots zu gewissen Stunden wäre bahnbetrieblich möglich.
29 Am Frëjus und am Brenner (vor Differenzierung der Abgaben in einen Tages- und einen NachttariC) querten rund 80 Prozent des Verkehrs zwischen 05.00 und 21.00 Uhr die Alpen. Die vorgeschlagene Aufteilung des Nacht- und des Tagesangebots ist im Verlaufe der weiteren Konzeptkonkretisierung noch zu verifizieren.
30 Eine Erweiterung des Tunnelprofils auf den Zufahrten zum GotthardbasistunneI würde gemäss Angaben der SBB rund 1’000 Mio. Fr. kosten. Der Ausbau eines 4 Meter-Zugangs von Singen zum Lötschbergkorridor wäre mit sehr grossem Infrastrukturaufwand verbunden.
31 BLS und SBB weisen darauf hin, dass zur Erreichung dieser Kapazität zusätzliche Investitionen im Umfang von rund 125 Millionen Franken notwendig sind.