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Consultation 2005/43: Evolution future de la politique agricole (Politique agricole 2011) · 370 pages

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Rahmenbedingungen für Produktion und Absatz (2. Titel LwG)

¾ Die agrarpolitischen Ziele lassen sich künftig ohne Milchkontingentierung bes-

ser und volkswirtschaftlich effizienter erreichen als mit einer Angebotsbegrenzung75.

¾ In einem kompetitiven Umfeld (offener Käsemarkt gegenüber der EU und we-

niger produktgebundene Stützung) führt eine nicht eingeschränkte Milchproduktion schneller zu wettbewerbsfähigen und rentablen betrieblichen Milchproduktionsstrukturen.

¾ Verschiebungen im Milchmarkt und bei der Milchproduktion dürften in Zukunft

kaum negative Auswirkungen auf den Gesamtfleischmarkt (Rind, Kalb) haben. Eine Verlagerung der Betriebe von der Milch- in Richtung Fleischproduktion sollte nicht zu einem Anstieg der Fleischproduktion führen76.

¾ Das Berggebiet kann auch ohne Kontingentierung in der Milchproduktion eine

wichtige Rolle einnehmen, wenn die Strukturen den Erfordernissen angepasst und die sich bietenden Absatzchancen wahrgenommen werden.

¾ Von einem RGVE-Beitrag für Milchkühe würde insgesamt in erster Linie die

Tal- und Hügelregion profitieren. Im Berggebiet hingegen vermag die Umlagerung in RGVE-Beiträge die Einkommensverluste weniger gut zu kompensieren77. Folglich sollte über eine andere Massnahme ein Ausgleich geschaffen werden.

Weitere Untersuchungen zu den Auswirkungen der AP 2011

Die gewählten Szenarien der Studien zur Milch- und Fleischproduktion bis ins Jahr 2011 entsprechen mittlerweile nicht mehr genau der aktuellen Strategie, wie sie mit der AP 2011 verfolgt wird. Die Autoren der Studie wurden deshalb beauftragt, mit ihren Modellen auch die Auswirkungen des in diesem Bericht vorgeschlagenen Szenarios zu rechnen. Die Ergebnisse werden für die Erarbeitung der Botschaft zur AP 2011 erwartet.

Studie zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit im Berggebiet

Die Schweizerische Hochschule für Landwirtschaft (SHL) arbeitet an einem interdisziplinären, praxisbezogenen Projekt zum Thema „Entwicklung von Strategien zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Milchbranche im Berggebiet unter Berücksichtigung der Multifunktionalität“. In ausgewählten Gebieten wird auf konkreten Betrieben schwerpunktmässig Fragen einer kostengünstigen Milchproduktion, der innovativen Milchverwertung und der regionalen Wertschöpfung nachgegangen. Das Projekt wurde 2003 begonnen und soll im August 2007 beendet werden.

Das Forschungsteam untersucht die Folgen, welche die Liberalisierung des Milchmarktes mit sich bringt und versucht Wege aufzuzeigen, wie auch unter diesen Bedingungen im Berggebiet weiterhin Milch produziert werden kann. Bei der Milchpro-

75 Lehmann B. et al. (2001), Evaluation des Milchmengenmanagements (Hauptstudie), Institut für Agrarwirtschaft der ETH Zürich

76 Flury C., Gerwig C. und Mack G. (2005): Die Weiterentwicklung der schweizerischen Milch- und Fleischproduktion bis ins Jahr 2011, Institut für Agrarwirtschaft der ETH Zürich

77 G. Mack und S. Pfefferli (2004), Die Weiterentwicklung der schweizerischen Milch- und Fleischproduktion bis ins Jahr 2011, Regionale und gesamtlandwirtschaftliche Auswirkungen, Agroscope FAT Tänikon