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Consultation 2005/43: Evolution future de la politique agricole (Politique agricole 2011) · 370 pages
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Ausgangslage und Ziele
Der Beitrag der Landwirtschaft zur Vermeidung von negativen Auswirkungen auf Wasser, Luft und Umwelt ist keine gemeinwirtschaftliche Leistung, sondern eine Pflicht, die alle zu erfüllen haben.
Pflege der Kulturlandschaft
Wird die landwirtschaftliche Bewirtschaftung aufgegeben, entsteht unter schweizerischen klimatischen Bedingungen in der Regel Wald. Mit der Flächenbewirtschaftung sorgt die Landwirtschaft für eine offene Kulturlandschaft und damit für den Wechsel zwischen Wald und offener Flur. Sie gestaltet die Landschaft in vielfältiger Weise durch verschiedene Kulturen, unterschiedliche Bewirtschaftungssysteme, Gebäude und Weidetiere. In rein ökonomischen Wirkungsmechanismen würde sich die Landwirtschaft in erster Linie auf die besten Standorte, vorab im Talgebiet, konzentrieren. Die Beanspruchung landwirtschaftlicher Flächen für Infrastruktur und Überbauung als Ursache für den Landschaftsverlust liegt ausserhalb des Einflussbereiches der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung.
Dezentrale Besiedlung
Aufgrund ihrer Standortgebundenheit leistet die Landwirtschaft einen Beitrag zur Besiedlung aller Regionen, auch jener, in denen die andern Wirtschaftssektoren schwach vertreten sind. Erstens tragen die in der Landwirtschaft tätigen Personen selber zur Besiedlung bei. Zweitens ergibt sich über die wirtschaftliche Verflechtung mit der übrigen Wirtschaft ein Besiedlungseffekt. In allen Regionen erfüllt die Landwirtschaft für die Besiedlung eine Basisfunktion, indem sie durch die Bewirtschaftung zur Attraktivität der Landschaft beiträgt.
1.1.2.2 Leitbild
Beratende Kommission Landwirtschaft
Die vom Bundesrat gestützt auf Artikel 186 des Landwirtschaftsgesetzes (LwG) eingesetzte Beratende Kommission hat im Jahr 2004 ein Leitbild für die Schweizer Agrarwirtschaft mit Zeithorizont 2015 erarbeitet (Tabelle 1). Es umfasst die gesamte Wertschöpfungskette (Produzenten, Verarbeiter und Verteiler) und enthält die Erwartungen und Ansprüche der Gesellschaft an die Ernährungswirtschaft.