Rapporto esplicativo

Consultazione 2008/50: Elenco delle analisi (Allegato 3 dell'Ordinanza del DFI sulle prestazioni dell'assicurazione obbligatoria delle cure medico-sanitarie) · 11 pagine

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ausgeschrieben, die den ganzen Laborbetrieb beinhalten (Gerätenutzung, -wartung, Reagenzien, Entsorgung, Finanzierung, usw.). Entscheidungskriterium hierbei wird der Preis sein, der für die ´Produktion` eines Parameters bzw. einer Befundzeile zu entrichten ist (z.B. 0,50 Fr. pro Einheit eines Chemie-Parameters). Abgerechnet wird mit dem Lieferanten z.B. am Monatsende nach der Anzahl verrechneter Analysen.

Zielsetzung der vorliegenden Revision ist daher eine Neuerstellung der Analysenliste mit Tarif, die betriebswirtschaftlich bemessen und sachgerecht ausgestaltet ist, so dass eine effiziente Versorgung mit Analysenleistungen in der notwendigen Qualität gewährleistet ist. Das Tarifgefüge ist neu einzustellen, wobei an der Einheitlichkeit des Tarifs für alle Leistungserbringerkategorien festgehalten werden muss. Zugleich wird die Gelegenheit wahrgenommen, die Nomenklatur in redaktioneller Hinsicht zu bereinigen, d.h. falsche, alte oder missverständliche Analysenbezeichnungen zu korrigieren bzw. offensichtlich obsolete Analysen zu streichen.

II. Revision der Verordnung

1. Konzept der Tarifrevision

Der neue Tarif der Analysenliste sowie das dahinter liegende Modell und Instrumentarium ist hauptsächlich durch folgende Akzente geprägt:

• Gesplittete Vergütung, welche einerseits aus den Tarifen der Analysen (kalkuliert zu den direkten Gestehungskosten) sowie andererseits aus einer Auftrags-Taxe für Auftragslaboratorien besteht, die je Auftrag fällig wird und über die heutige Bearbeitungstaxe hinausreicht, bzw. aus einer Präsenz-Taxe für (1) Arztpraxislaboratorien, die je Patient mit Laborleistungen pro Tag einmal erhoben werden kann, sowie für (2) Spitallaboratorien und die Offizin eines Apothekers oder einer Apothekerin, die je Auftrag für den Eigenbedarf oder im Fremdauftrag verrechnet werden kann. Mit diesem Vergütungsmodell kann ein einheitlicher Tarif belassen und gleichzeitig die Auswirkung einer möglichen kompensatorischen Mengenausweitung eingedämmt werden.

• Transparentes Bewertungsmodell, das prozessorientiert nach dem Tracer-Gedanken (Leitanalysen) aufgebaut ist und eine Tarifpolitik mit praktischer Qualitäts- und Effizienzsicherung verknüpfen hilft. Seine Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Akzeptanz sind für die künftige kontinuierliche Tarifpflege sowie für eine eventuell erforderliche Nachsteuerung in der Einführungsphase wesentliche Voraussetzungen.

2. Vorgehensweise

Die Revision wurde mit Unterstützung eines im Tarifbereich international tätigen Expertenbüros und mit Experten der Labormedizin durchgeführt. Zur Klärung der Ausgangslage gehörte ein internationaler Kostenniveau-Abgleich. Vorab galt es auch ein geeignetes Bewertungsmodell zu entwickeln und dessen grundsätzliche Einsetzbarkeit zu prüfen. Sodann wurden alle Analysen in Gruppen und – untergruppen mit ähnlichen Gestehungseigenschaften, so genannte Cluster und Subcluster, gruppiert, die manuellen Methoden wurden darüber hinaus noch in sog. Analysengruppen aufgeteilt. Danach wurde mindestens eine Leitanalyse pro Cluster (= Tracer) bestimmt, aus dem sich die Bewertung der übrigen Analysen in der Gruppe ableitete. Der Prozess der Analytik wurde in Teilprozesse gegliedert und anhand der Personal-, Geräte und Materialkosten bewertet. Gestützt auf mehrere Bewertungs- und Hochrechnungsdurchgänge sowie Plausibilisierungen wurde die vorliegende vorläufige Version der Analysenliste erarbeitet.

Die Datengewinnung wurde instrumentell unterstützt sowie zweigeteilt in Form einer Laborerhebung sowie einer Expertenbefragung durchgeführt.

Bei der Laborerhebung wurden u.a. folgende Daten erhoben:

• Tägliche bzw. wöchentliche Betriebszeiten des Labors (einschliesslich Notfalldienst),

• Personalbestand in Labor und Administration (Stichtag: 31.12.2007),

• in 2007 verrechnete Analysen (Position und Anzahl),

• für die Analysen verwendete Laborgeräte mit Angaben zu Typ, Anschaffungswert, usw..