Rapporto esplicativo
Consultazione 2008/50: Elenco delle analisi (Allegato 3 dell'Ordinanza del DFI sulle prestazioni dell'assicurazione obbligatoria delle cure medico-sanitarie) · 11 pagine
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Bei der Expertenbefragung ging es um Folgendes:
• Festlegung der Teilprozesse auf Ebene Subcluster / Analysengruppe (= Erfassungsebene),
• Angabe der von der Leitanalyse (des betrachteten Subclusters/der betrachteten Analysengruppe) in Anspruch genommenen Teilprozesse,
• Angabe einer eventuellen Beteiligung eines Laborleiters/Laborakademikers im Rahmen der Analytik (Anmerkung: Mit der vorliegenden Version der Analysenliste wird die Beteiligung des Laborleiters bei der Generierung eines Resultats oder bei der Beratung eines Einsenders realitätsgerecht in die Bewertung der Analyse einbezogen, was bis heute nicht der Fall war),
• aufwandmässige, qualitative Abstufung des übrigen Analysenspektrums der Erfassungsebene um die Leitanalyse (Kriterien: Personalaufwand, Kosten von Reagenzien und Verbrauchsmaterialien).
Mit diesen beiden Formen der Primärdatengewinnung, ergänzt durch Sekundärrecherchen, konnte eine als ausreichend valide anzusehende Datengrundlage bereitgestellt werden, um die Bewertung anhand eines normativen Bewertungsmodells vorzunehmen. Diese Datengrundlage, mit der kein Anspruch auf absolute Repräsentativität erhoben wird, ist im Rahmen der zukünftigen Tarifpflege systematisch zu verbreitern und zu vertiefen. Die durchgeführten Erhebungen, bereitgestellten Erhebungsinstrumente sowie die in Form von Fact-Sheets festgehaltenen Ergebnisse sollten hierzu eine geeignete Ausgangsbasis bilden.
3. Beschreibung des Tarifmodells
Das Tarifmodell besteht aus folgenden Elementen:
• Tarifkonzept: Das Tarifkonzept sieht eine Aufteilung der Vergütung in (1) den Tarif der Analysen, bewertet zu Gestehungskosten, (2) die Auftrags-Taxe sowie (3) die Präsenz-Taxe vor. Mit dieser Aufteilung soll den spezifischen Betriebsbedingungen im Rahmen der Grundversorgung sowie eines Auftragslabors Rechnung getragen werden.
• Tarifgrundlage: Tarifgrundlage ist das Auftragslabor mit den Tarifgebern Spitallabor (Typ C), Privatlabor und Speziallabor (z.B. Blutspendedienst SRK bei der Immunhämatologie).
• Referenzlabor: Als Referenzlabor ist das Auftragslaboratorium mit 100.000 Aufträgen und etwa 450.000 Analysen pro Jahr anzusehen, welches insbesondere bei der Bemessung der Auftrags-Taxe sowie bei der Plausibilisierung des Personalbedarfs relevant war. Wegen des prozessorientierten, clusterbezogenen Vorgehens gibt es dagegen kein ´Musterlabor`, mit dem Norm-Strukturen des Laborbetriebs bzw. der Analytik abgebildet werden könnten. Die ´Norm` der Laboranalytik ist in den Prozessen enthalten.
• Bewertungskonzept: Das Bewertungskonzept beinhaltet zwei zentrale Aufgaben: (1) Kalkulation der Leitanalysen sowie (2) aufwandmässige Abstufung der übrigen Analysen um diese Leitanalysen.
• Bewertung der Leitanalysen: Bei der Bewertung der Leitanalysen wurden grundsätzlich fünf Module (Start-, Prä-, Kern-, Post- und Stopmodul) unterschieden sowie Teilprozesse für das Prä-, Kern- und Postmodul spezifisch für jede Leitanalyse entwickelt. Das Start- sowie das Stopmodul wurde dagegen für alle Analysen gleich gebildet (Startmodul: Probe auspacken, Machbarkeit der Analyse prüfen, Schnellauftrag anlegen; Stopmodul: medizinische Routinevalidierung durchführen, Auftrag abzeichnen). Der Ressourcenbedarf wurde anhand der Bewertungskomponenten LAK (Kosten des Laborakademikers), PK (Kosten des diplomierten Laborpersonals), TK (Kosten der Labortechnik) auf Basis des Zeitbedarfs sowie bei den MK (Materialkosten) für Reagenzien und Verbrauchsmaterial auf Basis von Stückkosten ermittelt. Einen wesentlichen Einfluss hatte die leitanalysenspezifische Serienlänge bzw. das Jahresvolumen, welches über ein bestimmtes Laborgerät (über alle Analysen hinweg) läuft. Weitere Einflussfaktoren auf die Bewertung waren Sonderprozesse des Kalibrierens, Kontrollierens, Wiederholens sowie von Ringversuchen, welche in Form von Modifikatoren erfasst wurden, sowie die Anzahl der Analysen pro Auftrag, welche benötigt wurde, um von der Proben- auf die kalkulationsrelevante Parameterebene schliessen zu können.
• Aufwandmässige Abstufung der übrigen Analysen: Die Abstufung der übrigen Analysen basierte auf dem Expertenurteil zu Mehr- bzw. Minderaufwand bei Personaleinsatz und Reagenzkosten. Taxpunkt-Relationen von abzustufenden Analysen und Leitanalysen im beste-