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Vernehmlassung 2005/43: Weiterentwicklung der Agrarpolitik (Agrarpolitik 2011) · 370 Seiten

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Besonderer Teil 1: Landwirtschaftsgesetz

duktion wird der Schwerpunkt der Forschung auf die Einsparung von Kosten gelegt (Teilprojekt 1). Dies ist selbstverständlich auch ein Thema in den Forschungsarbeiten zur Herstellung von Milchprodukten und deren Vermarktung (Teilprojekt 2). Grosses Gewicht wird in diesem Bereich jedoch auf die Entwicklung neuer, innovativer Produkte gelegt. Im Teilprojekt 3 widmet sich das Forschungsteam der Multifunktionalität der Wertschöpfungskette Milch auf regionaler Ebene. Ziel ist es herauszufinden, welche besiedlungsrelevanten Leistungen die Wertschöpfungskette Milch in den ausgewählten Regionen erbringt und wie weit diese mit den Ansprüchen der Gesellschaft übereinstimmen.

Berichte der Branche

Die Schweizer Milchbranche hat in den vergangenen Jahren zwei Berichte verfasst. Die „Vision Lebensmittelmarkt Schweiz 2007“ aus dem Jahr 2001 ist ein Bericht der Branche, der die erwartete Entwicklung von Nachfrage, Rohstoffproduktion, Verarbeitung sowie Gross- und Detailhandel in verschiedenen Produktgruppen prognostiziert. Die Autoren erwarten eine wachsende Inlandnachfrage bei Frischmilchprodukten, Joghurt, Frisch- und Weichkäse. In der Produktion sehen sie nach Aufhebung der Kontingentierung eine wesentlich stärkere Spezialisierung in Milchproduktion und Fleischproduktion voraus. Die Milchproduktion in Randregionen werde sich halten können, weil sie durch die Verarbeitung in Spezialprodukte und dank besonderen Bezeichnungen eine hohe Wertschöpfung erziele. In der Verarbeitung orten die Autoren noch Überkapazitäten, die in einem beschleunigten Strukturwandel abgebaut würden.

Der Bericht „Stärkung der schweizerischen Milchwirtschaft“ vom April 2004 wurde von der Task-force Milch erarbeitet, einem Gremium der Schweizer Milchproduzenten SMP, in dem die wichtigsten Akteure der schweizerischen Milchwirtschaft mitwirkten. Die Mitglieder stellen sich gegen einen radikalen Umbau der Milchmarktordnung und fordern, dass auf bestehenden und bewährten Massnahmen aufgebaut wird. So sollen insbesondere der Grenzschutz im Molkereimilchbereich wie auch die Verkäsungszulagen und die Beihilfen weitergeführt werden. Als Ergänzung zu den bestehenden Instrumenten schlägt die Task-force neue Massnahmen vor, so zum Beispiel Instrumente zur Erschliessung von Absatzmärkten.

Branchenhearing

Anfang 2004 hat das BLW ein Hearing mit der Branche durchgeführt zur Ausgestaltung der Milchmarktordnung und der flankierenden Massnahmen nach dem Ausstieg aus der Milchkontingentierung. Dabei hat sich herausgestellt, dass sich die Branchenvertreter über die Strategieziele der schweizerischen Milchwirtschaft weitgehend einig sind. Für sie hat der Inlandmarkt Priorität; beim Käseexport sehen sie das Potential der Schweiz hauptsächlich im Premiumsegment. Damit jedoch die Produzenten für die ausländischen Märkte wettbewerbsfähig produzieren könnten, seien Standortnachteile angemessen abzugelten. Insbesondere verlangen die Produzenten künftig einen RGVE-Beitrag für Milchkühe. Um den nötigen Strukturwandel zu gewährleisten, fordern sie in Zukunft stärkere Anreize für den Ausstieg aus der Landwirtschaft, um so die Flächenverfügbarkeit zu erhöhen. Eine Revision des Boden- und Pachtrechtes sowie des Direktzahlungssystems seien in diesem Zusammenhang zu prüfen. Im Bereich der flankierenden Massnahmen wird ein wirksames Nachfolgeinstrument für die heutigen Zusatzkontingente als notwendig erachtet (Förderung der Arbeitsteilung Berg-Tal). Speziell für Randgebiete seien zu-