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Vernehmlassung 2005/43: Weiterentwicklung der Agrarpolitik (Agrarpolitik 2011) · 370 Seiten

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Zukünftige Rahmenbedingungen

kungen haben, da dann die aus verschiedenen Gründen notwendigen Agrarkonzessionen an das Ausland nicht mit einer verbesserten Wettbewerbsfähigkeit auf den Inlandmärkten oder erhöhten Agrarausfuhren aufgefangen werden könnten. Diese Herausforderung betrifft die gesamte Wertschöpfungskette von der landwirtschaftlichen Produktion über die Verarbeitungsstufen bis zum Handel.

1.3.1.1 Neueste Entwicklung im Agrarhandel Schweiz - Ausland

Die politischen und rechtlichen Aussichten im internationalen Handel sind auf Grund der konkreten Handelsflüsse und der Ausnützung der Zollkontingente zu ermitteln.

Die progressive Öffnung des Agrarmarktes setzt sich mit klaren Trends bei den Warenflüssen um. Seit Beginn der Umsetzung der WTO-Verträge im Jahr 1995 sind die Agrareinfuhren um zwei Milliarden und die Ausfuhren um eine Milliarde Franken gestiegen. Insgesamt wurden im Jahr 2004 Waren im Wert von knapp 139 Milliarden Franken importiert, davon für 9 Milliarden Franken Agrarprodukte. Die Gesamtausfuhren beliefen sich auf rund 147 Milliarden Franken, davon für 4 Milliarden Franken Agrarprodukte.

53 Prozent der Agrarimporte unterlagen nicht ermässigten Normal-Zollansätzen, 15 Prozent profitierten von ermässigten Präferenzansätzen und 32 Prozent wurden zollfrei zugelassen. Insgesamt betrug die wertmässige Zollbelastung für Agrarimporte 9,8 Prozent. Bei Waren zum Normalansatz erreichte sie im Durchschnitt 14,7 Prozent, wobei einzelne Bereiche wie Milchprodukte, Getreide, Öle und Fette sowie Zucker signifikant über dem Durchschnitt lagen. Bei Waren mit Präferenzansätzen erreichte die wertmässige Belastung im Durchschnitt 13,8 Prozent.

Der Anteil "EU" an den Agrareinfuhren blieb ungefähr bei 75 Prozent und bei den Agrarausfuhren bei ungefähr 70 Prozent konstant (Abbildung 22).

Abbildung 22 Entwicklung der Agrareinfuhren und -ausfuhren1

10 9 8 7 Gesamtimporte 6 EU25 Importe 5 Gesamtexporte

4 EU25 Exporte 3 2 1 0 1990 1995 2000 1 Kapitel 1 bis 24 des Zolltarifs Quelle: OZD