Bericht: Strategie
Vernehmlassung 2006/67: E-Government-Strategie Schweiz · 5 Seiten
Fedlex · Erläuternder Bericht · Seite 1Fedlex · Erläuternder Bericht
Eidgenössisches Finanzdepartement EFD
Informatikstrategieorgan Bund ISB
E-Government-Strategie Schweiz
Entwurf vom 15.09.2006
Mit dem Einsatz von Mitteln der Informations- und Kommunikationstechnik, kurz mit E-Government, kann die Verwaltung ihre Dienstleistungen effizienter, transparenter und kundenfreundlicher erbringen und zugänglich machen. Die Bevölkerung sowie die Wirtschaft profitieren von quantitativ und qualitativ besseren sowie komfortabler verfügbaren öffentlichen Leistungen. Im internationalen Vergleich liegt die Schweiz im E-Government zurück, sie schneidet in Untersuchungen unter den industrialisierten Ländern regelmässig schlecht ab.
Um dies zu verbessern wollen Bund und Kantone ihre Bestrebungen im Rahmen einer Schweizer E-Government-Strategie auf gemeinsame Ziele ausrichten und gemeinsam vorgehen. Die vorliegende Strategie dient ihnen und den Gemeinden als Leitlinie für eigene E-Government-Strategien, Massnahmen und Finanzplanung. Die Ziele, die Grundsätze zur Zielerreichung, die Stossrichtungen für die Umsetzung mitsamt dem Katalog der priorisierten Vorhaben wurden gemeinsam erarbeitet.
Gestützt auf diese Strategie geben sich Bund und Kantone mit einer Vereinbarung das nötige Rechtsinstrument zur konkreten Umsetzung für die nächsten vier Jahre.
1 Das Potenzial von E-Government
1.1 Mit E-Government die Verwaltung effizient und bürgernah gestalten
Die Verwaltungstätigkeit soll dank der Nutzung der Informations- und Kommunikationstechniken (IKT) so bürgernah und so wirtschaftlich wie möglich gestaltet werden. Dies ist mit dem Begriff E-Government gemeint. Ein besonderes Merkmal dieser Technologien ist, dass ihr Potenzial sich erst dann voll entfalten kann, wenn Synergien über verschiedene Stellen und Ebenen genutzt werden. Dies stellt für die Schweiz aufgrund ihres Staatsaufbaus eine besondere Herausforderung dar. Was bisher auf Papier mit der Post oder per Kurier von einer Amtstelle zur anderen und schliesslich zum Verwaltungskunden getragen wurde, soll elektronisch abgewickelt und übermittelt werden.
Die Verwaltungskunden erwarten eine effiziente und flexible Behandlung ihrer Anliegen, über organisatorische Grenzen und föderale Ebenen hinweg. Um dies sicherzustellen, müssen die bestehenden Verwaltungsabläufe organisations- und ebenenübergreifend optimiert werden, und die verschiedenen Verwaltungsstellen müssen über ihre IKT-Systeme enger zusammenwirken. Das Verständnis der Schnittstellen bei organisationsübergreifenden Abläu-