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Vernehmlassung 2006/74: Ausführungsbestimmungen zur Agrarpolitik 2011: Erstes Verordnungspaket · 482 Seiten

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Tierzuchtverordnung Anhörung

Art. 14 Beiträge für Projekte zur Erhaltung von Schweizer Rassen

1 Für die Erhaltung der Schweizer Rassen werden insgesamt höchstens 900 000 Franken pro Jahr ausgerichtet. Nicht benötigte Mittel nach Artikel 15 können zusätzlich verwendet werden.

2 Als Schweizer Rasse wird eine Rasse bezeichnet, die ihren Ursprung in der Schweiz hat oder seit mindestens 50 Jahren in der Schweiz nachgewiesen gezüchtet wird.

3 An anerkannte Zuchtorganisationen und anerkannte Organisationen oder Trägerschaften, die Projekte zur Erhaltung von Schweizer Rassen durchführen, können auf Gesuch hin zeitlich befristet Beiträge ausgerichtet werden.

4 Folgende Erhaltungsmassnahmen können insbesondere unterstützt werden:

a. Inventarisierung der Schweizer Rassen;

b. Monitoring;

c. Herdebuchführung;

d. Aufbau von Sperma- und Embryonenbanken;

e. in situ und ex situ Erhaltungsprogramme sowie wissenschaftliche Untersuchungen.

5. Abschnitt: Beiträge für Forschungsprojekte

Art. 15

Für internationale Forschungsprojekte über tiergenetische Ressourcen werden insgesamt höchstens 100 000 Franken pro Jahr ausgerichtet.

2. Kapitel: Eidgenössisches Gestüt

Art. 16

1 Der Bund unterhält ein Gestüt (Schweizerisches Nationalgestüt) in Avenches.

2 Das Gestüt dient der gezielten Zuchtwahl und ergänzt die Förderungsmassnahmen für die landwirtschaftliche Pferdehaltung, indem es:

a. selber wertvolle Zuchthengste, insbesondere der Freibergerrasse, selektioniert, ankauft oder Samenlager anlegt und den Züchterinnen und Züchtern zur Verfügung stellt;

b. während der Decksaison Zuchthengste an Pferdezüchterinnen und -züchter sowie Pferdezucht-Organisationen abgibt, vermittelt oder verkauft;

c. die notwendigen Grundlagen für die Reproduktionstechniken beim Pferd, insbesondere für die künstliche Besamung, erarbeitet, neue wissenschaftliche Erkenntnisse der züchterischen Grundlagenforschung in