Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2007/22: Nationales Programm Tabak 2008-2012 (NPT 2008-2012) · 9 Seiten
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Vorwort
Die Tabakprävention kann in der Schweiz auf erfolgreiche Jahre zurückblicken. Seit Mitte der 90er-Jahre greifen alljährlich immer etwas weniger Menschen zur Zigarette. Zugleich hat das Bewusstsein über die negativen Folgen des Rauchens – insbesondere auch des Passivrauchens – in der Bevölkerung merklich zugenommen. Auch die Rauchenden selber zeigen sich vermehrt bereit, Rücksicht auf die Anliegen der Nichtrauchenden zu nehmen. Über die Hälfte von ihnen möchte mit Rauchen ganz aufhören.
Die in den letzten Jahren erzielten Erfolge sind das Resultat einer engen Zusammenarbeit zwischen Bund, Kantonen, Verbänden und Institutionen, die in der Tabakprävention tätig sind. Mit dem Tabakpräventionsfonds wurde die nötige Ressourcenbasis für wirksame Projekte und weiterführende Forschungsarbeiten geschaffen. Mit den Tabaksteuererhöhungen und neuen Warnhinweisvorschriften setzte der Bund wichtige Massnahmen im regulatorischen Bereich um. Erfreulich auch diejenigen Kantone, die beim gesetzlichen Schutz vor dem Passivrauchen
(Rauchverbote in öffentlichen Räumen), beim Jugendschutz oder bei den Tabakwerbeeinschränkungen vorwärts schritten und zum Teil eine Vorreiterrolle übernahmen. Und da sind auch viele, heute nicht mehr wegzudenkende Initiativen, Aktionen und spezifische Angebote der verschiedenen Akteure in der Tabakprävention.
All dies Positive kann jedoch nicht über den Handlungsbedarf hinwegtäuschen, mit dem die Schweiz bei der Tabakprävention auch in den nächsten Jahren konfrontiert sein wird. Knapp ein Drittel der aktiven Bevölkerung raucht immer noch und die dem Tabakkonsum zuzuschreibende Krankheitslast ist inakzeptabel hoch.
Das vorliegende Programm beschreibt die aktuellen Herausforderungen für die Tabakprävention und skizziert die prioritären Handlungsfelder bis ins Jahr 2012. Auf der Traktandenliste stehen zum Beispiel die Angleichung mit dem Recht der Europäischen Gemeinschaft im Tabakbereich, die Ratifizierung der Tabakkonvention der Weltgesundheitsorganisation WHO, ein verbesserter Schutz vor dem Passivrauchen und weitere Massnahmen zur Eindämmung des Tabakkonsums. Die Zusammenarbeit der Akteure der Tabakprävention und eine konsequente Nutzung der Synergien sollen dazu beitragen.
Das Programm versteht sich als Nachfolgeprogramm des „Nationalen Programms zur Tabakprävention 2001-2008“ und basiert auf den damit gemachten Erfahrungen. Nach wie vor werden verhaltenspräventive Ansätze (Sensibilisierung, Förderung der individuellen Gesundheitskompetenzen) mit wirksamen Instrumenten der Verhältnisprävention (gesetzlicher Gesundheitsschutz, Marktregulierung) verknüpft und ergänzt.
An dieser Stelle sprechen wir all jenen unseren herzlichen Dank aus, die beim Erarbeiten der Grundlagen für dieses Programm aktiv mitgewirkt und ihre wertvollen Kenntnisse und Erfahrungen aus den verschiedenen Bereichen der Tabakprävention eingebracht haben. Wir freuen uns darauf, in den nächsten Monaten und Jahren die grossen Linien dieses Programms mit den jeweils zuständigen Partnern zusammen in konkrete Massnahmen zu giessen und diese umzusetzen. Allen Beteiligten wünschen wir den dafür notwendigen Elan und wir danken für die gute Zusammenarbeit.
Prof. Thomas Zeltner Pierre-Yves Maillard Bruno Meili
Direktor Bundesamt für Präsident Schweizerische Konferenz der Präsident a.i. Eidgenössische Gesundheit BAG kantonalen Gesundheitsdirektorinnen Kommission für Tabakprävention EKTP und -direktoren GDK NPT 2008 – 2012 Kurzfassung