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Vernehmlassung 2007/75: Nationales Programm Ernährung und Bewegung 2008-2012 (NPEB 2008-2012) · 69 Seiten
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Einführung
In den letzten Jahrzehnten sind vermehrt Zusammenhänge zwischen verschiedenen Ernährungs- und Bewegungsverhalten und nicht-übertragbaren Krankheiten bekannt geworden.
Korrelation von Ernährung Grosse epidemiologische Studien zeigen die Korrelation verschiedener Ernäh- und Krankheiten rungsformen und der Morbidität (Erkrankungswahrscheinlichkeit) und Mortalität
(Sterberate) bei Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems (kardiovaskuläre Erkrankungen), Krebs und anderen chronischen, nicht-übertragbaren Krankheiten auf. Bessere Kenntnisse über die Entstehung dieser Krankheiten auf zellulärer und molekularer Ebene haben zu einem tieferen Verständnis über die Wirkungen von Nährstoffen geführt. Es ist heute unbestritten, dass eine ausgewogene Ernährung ein grosses Präventionspotential hat (WHO, 2003).
Bedeutung von Bewegung Seit gut zehn Jahren beschäftigt sich die Wissenschaft intensiv mit der Bedeutung für die Gesundheit von regelmässiger Bewegung für die Gesundheit. Eine erste Übersicht bot der US
Surgeon General’s Report on Physical Activity and Health im Jahr 1996 (CDC, 1996). Daraus folgte eine Fülle von weiteren Forschungsarbeiten, wie die WHO-Publikation „Physical Activity and Health, Evidence for Action“ (WHO, 2006a). Die Schutzwirkung von regelmässiger körperlicher Aktivität bezüglich Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, einer Reihe von Krebsarten, Diabetes Typ 2 und Osteoporose, sowie ihre Bedeutung für die psychische Gesundheit und die Selbstständigkeit im Alter ist eindeutig nachgewiesen. Untersucht werden zurzeit spezifische Wirkungen beispielsweise bezüglich Denkleistung und sozialer Effekte.
Prävention von Adipositas Ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung sind zusammen der
Schlüssel zur Bekämpfung der sich in den letzten Jahren in Europa (und auch in der Schweiz) abzeichnenden Ausbreitung von Adipositas (Fettleibigkeit). Zur Klassifizierung des Körpergewichts wird der Body Mass Index (BMI) verwendet: Körpergewicht in Kilogramm dividiert durch die Körpergrösse im Quadrat. Ein BMI
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von 25 kg/m oder mehr bedeutet Übergewicht, ab 30 kg/m spricht man von Adipositas.
Ein weiterer, bisher international aber noch nicht gebräuchlicher Parameter, ist die Messung des Bauchumfangs.
Aufgrund der weltweiten Entwicklung hat die Weltgesundheitsversammlung (WHA) im Mai 2004 eine „Globale Strategie für Ernährung, Bewegung und Gesundheit“ verabschiedet und die Mitgliederländer aufgefordert, diese entsprechend den nationalen Gegebenheiten umzusetzen.
Nationales Programm Das vorliegende Nationale Programm Ernährung und Bewegung 2008–2012
(NPEB 2008–2012) - erarbeitet im Auftrag des Bundesrates - kommt den WHO-Empfehlungen nach. Es stellt ein Rahmenprogramm für die nächsten Jahre dar, das die Leitlinien für ein koordiniertes Vorgehen auf nationaler Ebene in den Themenbereichen Ernährung und Bewegung festlegt.
In der Schweiz haben bisher das Bundesamt für Gesundheit, das Bundesamt für Sport, Gesundheitsförderung Schweiz und viele weitere Partner auf diesem Gebiet wertvolle strategische Vorarbeiten geleistet. Das nationale Programm kann auf diesen Grundlagen aufbauen. Zudem gibt es aus dem internationalen Bereich eine Reihe von Grundlagen, die bei der Ausarbeitung des vorliegenden nationalen Programms mitberücksichtigt worden sind.
10 NPEB 2008–2012 (27.9.2007)